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Starker Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim WM-Auftakt
gegen Portugal. Thomas Müller steuerte drei Treffer zum 4:0 bei.
Nach den zuletzt
eher duchschnittlichen Testspiel-Auftritten waren die Erwartungen vor dem
ersten deutschen WM-Auftritt gegen Portugal nicht unmäßig groß gewesen. Aber
der WM-Dritte von 2006 und 2010 begann am Montag in Salvador furios. Thomas
Müller sorgte schon
in der 12. Minute per Foulelfmeter für die frühe Führung, Mats
Hummels (32. Minute)
und erneut Müler (45. + 1) legten noch vor der Pause nach. Nach dem Wechsel
sorgte Müller mit seinem dritten Treffer für den 4:0 (3:0)-Endstand.
"Drei Tore im
Auftaktspiel einer Weltmeisterschaft gegen so einen Gegner, das ist natürlich
etwas Herrliches", sagte Müller. "Da war eines schöner als das
andere. Wenn man nach zwölf Minuten 1:0 führt, gibt einem das natürlich einen
großen Schub."
Müller trifft per Elfmeter
Die erste
Überraschung gab es bereits vor dem Anpfiff. Bundestrainer Joachim
Löwließ seine
Außenstürmer André Schürrle und Lukas Podolski zunächst auf der Bank, dafür
rückte Mario Götze in die Anfangsformation. Und der hatte schon in der 2.
Minute eine gute Gelegenheit.
Die Anfangsphase
war geprägt von Nervosität auf beiden Seiten. Zunächst vertändelte Philipp Lahm
den Ball im Mittelfeld, Cristiano
Ronaldo hatte links
freie Bahn, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Manuel Neuer. Eine Minute
später geriet Portugals Keeper Rui Patricio nach einer schlechten Rückgabe
unter Druck, spielte den Ball direkt auf Sami Khedira, der aber aus 18 Metern
das leere Tor verfehlte.
In der 11. Minute
dribbelte sich Götze in den portugiesischen Strafraum und wurde von Joao
Pereira gehalten. Schiedsrichter Milorad Mazic zeigte auf den Elfmeterpunkt und
Müller verwandelte flach in die linke Ecke zum 1:0.
Hummels trifft, Pepe geht vom Platz
Mit der Führung im
Rücken kontrollierte das deutsche Team die Begegnung. Mit sehr ruhigem
Spielaufbau und schnellen Bällen aus dem Mittelfeld in die Spitze sorgte das
Löw-Team immer wieder für Gefahr. Der zweite Treffen resultierte aber aus einer
Standardsituation: Toni Kroos zirkelte in der 32. Minute einen Eckball auf Mats
Hummels, der per Kopf vollendete. "Oh wie ist das schön!", tönte es
durch das Stadion von Salvador.
Die Portugiesen
waren sichtbar angefressen. Pepe schlug im Zweikampf mit Müller mit dem
Arm nach hinten und traf den Münchner im Gesicht. Der Portugiese ging den am
Boden sitzenden Müller dann auch noch an und sah dafür die Rote Karte. Portgual
in Unterzahl - und Deutschland nutzte das sofort aus: Kroos bediente Müller aus
dem Halbfeld, der Bayern-Stürmer setzte sich in der Mitte durch und schob zum
3:0 ein.
Hummels
muss verletzt raus
Das Spiel war
praktisch entschieden, die deutsche Manschaft ließ es nach der Pause deutlich
ruhiger angehen. Da auch die Portugiesen nicht mehr allzu viel investierten,
ergaben sich weitere gute Chancen: Mesut Özil scheiterte freistehend an
Patricio, Müller köpfte knapp über das Tor und Götze wurde zweimal abgeblockt.
20 Minuten vor dem
Ende gab es in die allgemeine Euphorie hinein aber noch einen bitteren Moment
für das deutsche Team: Hummels kam nach einem Zweikampf unglücklich auf und
verletzte sich am Knie. Für den Dortmunder, der bis dahin überzeugend gespielt
hatte, kam Shkodran Mustafi.
Den Schlusspunkt
unter eine tolle Vorstellung der deutschen Mannschaft setzte erneut Müller, der
eine flache Hereingabe des eingewechselten Schürrle zum 4:0 verwandelte (78.). Ein
Klasse-Auftakt der Löw-Truppe gegen völlig überforderte Portugiesen.
