Riesen-Zoff um das Rettungspaket
Knallharte Verhandlungen in Brüssel!
Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras steht beim Krisen-Gipfel der 19 Euro-Staaten zur Beilegung des Griechen-Dramas in Brüssel unter massivem Druck seiner Kollegen, nach monatelanger Hängepartie endlich auf ihren Kurs einzuschwenken.
Die Gipfelrunde debattierte am Sonntag einen vierseitigen Forderungskatalog der Euro-Finanzminister, der auf einen weitreichenden Umbau des Staates abzielt.
Dabei geht es unter anderem um Privatisierungen von Staatsbesitz und eine Verwaltungsreform. Griechenland muss mehr sparen und Reformen unverzüglich in die Tat umsetzen, um Aussicht auf dringend benötigte Hilfsmilliarden aus dem Eurorettungsschirm ESM zu erhalten.
Tsipras wehrt sich laut BILD-Informationen vor allem vehement gegen die Einrichtung eines Privatisierungsfonds, an den Athen Vermögenswerte in einer möglichen Größenordnung von 50 Milliarden Euro übertragen soll. Der Privatisierungsfonds soll die Vermögenswerte verkaufen und damit Schulden abtragen helfen.
Am späten Sonntagabend verlautete, die vorläufig vorliegenden Rettungspläne stießen bei der griechischen Regierung auf große Bedenken. Die Vorschläge seien „sehr schlecht”, hieß es aus griechischen Regierungskreisen in Brüssel. Trotzdem wolle Athen aber weiterhin „Lösungen finden”.
Diplomaten sprachen von einem „Wettlauf gegen die Zeit”.
Die Europäische Zentralbank (EZB) wolle schon am Montag darüber beraten, ob sie die überlebenswichtigen Ela-Notkredite für griechische Banken aufrechterhalte oder nicht.
Seit Ende Juni hatte die Notenbank das Niveau dieser Kredite bei rund 90 Milliarden Euro stabil gehalten. Ohne sie droht der völlige Kollaps der ohnehin schon angeschlagenen griechischen Wirtschaft.
(C) TAGESSCHAU
Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras steht beim Krisen-Gipfel der 19 Euro-Staaten zur Beilegung des Griechen-Dramas in Brüssel unter massivem Druck seiner Kollegen, nach monatelanger Hängepartie endlich auf ihren Kurs einzuschwenken.
Die Gipfelrunde debattierte am Sonntag einen vierseitigen Forderungskatalog der Euro-Finanzminister, der auf einen weitreichenden Umbau des Staates abzielt.
Dabei geht es unter anderem um Privatisierungen von Staatsbesitz und eine Verwaltungsreform. Griechenland muss mehr sparen und Reformen unverzüglich in die Tat umsetzen, um Aussicht auf dringend benötigte Hilfsmilliarden aus dem Eurorettungsschirm ESM zu erhalten.
Tsipras wehrt sich laut BILD-Informationen vor allem vehement gegen die Einrichtung eines Privatisierungsfonds, an den Athen Vermögenswerte in einer möglichen Größenordnung von 50 Milliarden Euro übertragen soll. Der Privatisierungsfonds soll die Vermögenswerte verkaufen und damit Schulden abtragen helfen.
Diplomaten sprachen von einem „Wettlauf gegen die Zeit”.
Die Europäische Zentralbank (EZB) wolle schon am Montag darüber beraten, ob sie die überlebenswichtigen Ela-Notkredite für griechische Banken aufrechterhalte oder nicht.
Seit Ende Juni hatte die Notenbank das Niveau dieser Kredite bei rund 90 Milliarden Euro stabil gehalten. Ohne sie droht der völlige Kollaps der ohnehin schon angeschlagenen griechischen Wirtschaft.
Das Gipfeltreffen wurde am Sonntagabend mehrfach für Gespräche in kleinerer Runde unterbrochen. Während einer fast zweistündigen Gipfel-Pause am frühen Abend hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef François Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk den Griechen-Premier Alexis Tsipras ins Gebet genommen. Später gingen die Gespräche zunächst bei einem Abendessen weiter.
Vor Beginn der Beratungen hatte Bundeskanzlerin Merkel in Brüssel erklärt: „Es wird keine Einigung um jeden Preis geben“. Tsipras sagte: „Ich bin sicher, dass wir eine Einigung erzielen. Das sind wir den Gründervätern des Euro schuldig.“
Bei dem Krisengipfel geht es darum, ob Verhandlungen über neue Hilfsmilliarden aus dem Euro-Rettungsschirm ESM aufgenommen werden oder nicht.
Die Forderungen der Geldgeber
Grundlage der Gipfel-Beratungen ist ein Katalog mit Bedingungen, den die Euro-Finanzminister erarbeitet haben. Athen müsste sie erfüllen, bevor Gespräche über ein erneutes Hilfsprogramm überhaupt beginnen würden.
Der vierseitige Katalog der Finanzminister für den Gipfel enthält unter anderem folgende Einzelheiten:
Vor Beginn der Beratungen hatte Bundeskanzlerin Merkel in Brüssel erklärt: „Es wird keine Einigung um jeden Preis geben“. Tsipras sagte: „Ich bin sicher, dass wir eine Einigung erzielen. Das sind wir den Gründervätern des Euro schuldig.“
Bei dem Krisengipfel geht es darum, ob Verhandlungen über neue Hilfsmilliarden aus dem Euro-Rettungsschirm ESM aufgenommen werden oder nicht.
Die Forderungen der Geldgeber
Grundlage der Gipfel-Beratungen ist ein Katalog mit Bedingungen, den die Euro-Finanzminister erarbeitet haben. Athen müsste sie erfüllen, bevor Gespräche über ein erneutes Hilfsprogramm überhaupt beginnen würden.
Der vierseitige Katalog der Finanzminister für den Gipfel enthält unter anderem folgende Einzelheiten:
Photo (C) DPA
(C) TAGESSCHAU
