VOLKSWAGEN-BOSS JOST CAPITO HÄLT FEST, DASS SEINE PILOTEN FREIE FAHRT BEI DER ADAC RALLYE DEUTSCHLAND HABEN, SOLANGE SIE DEN DREIFACHSIEG DES TEAMS NICHT AUFS SPIEL SETZEN.
Mit Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen stellt VW aktuell das Fürhungstrio und träumt vom bestmöglichen Ergebnis bei seiner Heimrallye. Die Deutschland-Rallye ist bislang der einzige WRC-Event, den die dominierende Mannschaft noch nicht gewinnen konnte.
Latvala heizte nach der letzten WP des Samstagvormittags Spekulationen an, man habe den Polo-R-Fahrern gesagt, sie sollen ihre komfortable Position vor der Konkurrenz halten.
Doch Capito dementiert solche Gerüchte: "Die einzige Vorgabe lautete, die Autos ins Ziel zu bringen. Mit ihren Fähigkeiten können sie alles machen, wozu sie imstande sind."
"Das ist die schwierigste Stallorder, die man geben kann. Wenn du sagst Seb gewinnt und Jari-Matti soll zurückschalten und als Zweiter ins Ziel kommen, ist das einfach für sie. Ihnen zu sagen, sie müssen das Auto ins Ziel bringen, aber sie können kämpfen, das ist schwieriger."
"Wir geben keine anderen Vorgaben, weil alles passieren kann und dann müssen die anderen Jungs da sein. Die beste Stallorder ist, sie in ihrem Rhythmus fahren zu lassen. Wenn sie zurückschalten, ist das Risiko für einen Fehler größer, als wenn sie ihren normalen Rhythmus fahren", meint Capito.
Als Latvala in den Servicepark in Trier zurückkehrte, klärte er über seine Kommentare nach der Panzerplatte-WP auf.
"Es gibt keine richtige Stallorder, aber ich kann euch sicher sagen, dass es Erwartungen gibt, dass wir die Autos nachhause bringen", so der Finne. "Und manchmal heißt das, du machst dir selbst Druck. Ich muss clever sein. Wenn ich will, kann ich Seb attackieren, dahingehend gibt es keine Stallorder."
