Nach dem Flüchtlingsdrama auf der A4, bei dem am Donnerstag mehr als 70 tote Flüchtlinge im Laderaum eines Kühl-Lkw gefunden wurden, sind mehrere mutmaßliche Schlepper festgenommen worden. Vom Innenministerium gab es zunächst keine Bestätigung.
In der Nacht auf Freitag wurden mehr als 70 Tote aus dem auf der Ostautobahn (A4) im Burgenland abgestellt gewesenen Lkw geborgen. Das sagte Innenministeriumssprecher Alexander Marakovits auf Anfrage am Freitag. Mittlerweile sollen auch mehrere mutmaßliche Schlepper festgenommen worden sein. Vom Innenministerium gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
In Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See), wohin der Lkw mit den Opfern des Flüchtlingsdramas gebracht worden war, standen in der Nacht "sicher bis zu 20" Ermittler der Kriminalpolizei im Einsatz, sagte Polizei-Sprecher Helmut Marban. Ob sich auch Kinder unter den Flüchtlingen befinden, wollte man vorerst nicht bestätigen.
Es gebe auch Besprechungen mit der Gerichtsmedizin in Wien, wie der Transport der Toten durchgeführt werden könne. Die Polizei will weitere Fragen zum Stand der Ermittlungen in der Flüchtlingstragödie in der für 11.00 Uhr angesetzten Pressekonferenz bekannt geben.
Rätsel um Fahrer des Lkw
Der Fahrer des Lkw, in dem am Donnerstag auf der A4 mehr als 70 Leichen entdeckt wurden, war nach Informationen des rumänischen Außenministeriums kein rumänischer Staatsbürger. Laut slowakischen Quellen soll das Fahrzeug einer ungarischen Firma gehören. Deren Eigentümer, ein Mann namens Janos K., sei auf einem Einzelgehöft nahe der mittel-ost-ungarischen Stadt Kecskemet gemeldet, hieß es.
Der Lkw soll zunächst an eine slowakische Firma verkauft worden sein, die das Fahrzeug ihrerseits an eine ungarische GmbH weiterverkaufte. Der Sitz dieses Unternehmens sei im 14. Budapester Stadtbezirk, berichteten Medien. Als Geschäftsführer sei seit Mai 2015 ein Ukrainer eingetragen, der in Ungarn nur eine Briefkasten-Adresse haben soll.
Zusätzlich zu den Ermittlungen nach der Flüchtlingskatastrophe ist die Polizei im Burgenland weiterhin mit der aktuellen Lage beschäftigt. Landespolizeikommandant Hans Peter Doskozil hatte bereits Donnerstag erklärt, dass man für die kommenden Tage und die nächste Woche einer weitere Zunahme bei der Ankunft von Flüchtlingen erwarte.
Am Freitagvormittag soll dazu eine Besprechung in der Landespolizeidirektion Burgenland stattfinden, so Marban. Dabei soll auch festgelegt werden, welche Verstärkungen erforderlich seien, um für die Herausforderungen der nächsten Tage gewappnet zu sein. Die Polizei im Burgenland soll durch Kollegen aus Kärnten und der Steiermark unterstützt werden.
Der in einer Pannenbucht der Ostautobahn (A4) abgestellte Kühl-Lkw war gestern um 11.30 Uhr zwischen Parndorf und Neusiedl von einem Mitarbeiter der Asfinag bei Mäharbeiten entdeckt worden. Beim Eintreffen der Autobahnpolizisten, die bis dahin von einer Panne ausgegangen waren, sei bereits Verwesungsflüssigkeit aus der Ladefläche ausgetreten, berichtete Burgenlands Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil.
In der Nacht auf Freitag wurden mehr als 70 Tote aus dem auf der Ostautobahn (A4) im Burgenland abgestellt gewesenen Lkw geborgen. Das sagte Innenministeriumssprecher Alexander Marakovits auf Anfrage am Freitag. Mittlerweile sollen auch mehrere mutmaßliche Schlepper festgenommen worden sein. Vom Innenministerium gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
In Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See), wohin der Lkw mit den Opfern des Flüchtlingsdramas gebracht worden war, standen in der Nacht "sicher bis zu 20" Ermittler der Kriminalpolizei im Einsatz, sagte Polizei-Sprecher Helmut Marban. Ob sich auch Kinder unter den Flüchtlingen befinden, wollte man vorerst nicht bestätigen.
Es gebe auch Besprechungen mit der Gerichtsmedizin in Wien, wie der Transport der Toten durchgeführt werden könne. Die Polizei will weitere Fragen zum Stand der Ermittlungen in der Flüchtlingstragödie in der für 11.00 Uhr angesetzten Pressekonferenz bekannt geben.
Rätsel um Fahrer des Lkw
Der Fahrer des Lkw, in dem am Donnerstag auf der A4 mehr als 70 Leichen entdeckt wurden, war nach Informationen des rumänischen Außenministeriums kein rumänischer Staatsbürger. Laut slowakischen Quellen soll das Fahrzeug einer ungarischen Firma gehören. Deren Eigentümer, ein Mann namens Janos K., sei auf einem Einzelgehöft nahe der mittel-ost-ungarischen Stadt Kecskemet gemeldet, hieß es.
Der Lkw soll zunächst an eine slowakische Firma verkauft worden sein, die das Fahrzeug ihrerseits an eine ungarische GmbH weiterverkaufte. Der Sitz dieses Unternehmens sei im 14. Budapester Stadtbezirk, berichteten Medien. Als Geschäftsführer sei seit Mai 2015 ein Ukrainer eingetragen, der in Ungarn nur eine Briefkasten-Adresse haben soll.
Zusätzlich zu den Ermittlungen nach der Flüchtlingskatastrophe ist die Polizei im Burgenland weiterhin mit der aktuellen Lage beschäftigt. Landespolizeikommandant Hans Peter Doskozil hatte bereits Donnerstag erklärt, dass man für die kommenden Tage und die nächste Woche einer weitere Zunahme bei der Ankunft von Flüchtlingen erwarte.
Am Freitagvormittag soll dazu eine Besprechung in der Landespolizeidirektion Burgenland stattfinden, so Marban. Dabei soll auch festgelegt werden, welche Verstärkungen erforderlich seien, um für die Herausforderungen der nächsten Tage gewappnet zu sein. Die Polizei im Burgenland soll durch Kollegen aus Kärnten und der Steiermark unterstützt werden.
Der in einer Pannenbucht der Ostautobahn (A4) abgestellte Kühl-Lkw war gestern um 11.30 Uhr zwischen Parndorf und Neusiedl von einem Mitarbeiter der Asfinag bei Mäharbeiten entdeckt worden. Beim Eintreffen der Autobahnpolizisten, die bis dahin von einer Panne ausgegangen waren, sei bereits Verwesungsflüssigkeit aus der Ladefläche ausgetreten, berichtete Burgenlands Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil.
