vor wenigen Tagen hat uns unsere Auszeit-Stipendiatin Shahllah Shaiq wieder verlassen und ist nach Afghanistan zurückgekehrt. Dort wird sie von ihrer Familie nach einem dreimonatigen Aufenthalt in Berlin erwartet. Ihre Heimatstadt Jalalabad wird von politisch konservativen Kräften beherrscht und befindet sich im Operationsgebiet der Taliban und des IS.
Das bedeutet auch, dass sie dort wieder die Burka anlegen muss, wenn sie das Haus verlässt, um ihre Arbeit im Radio Nargis fortzusetzen, das sich insbesondere an Frauen richtet. Vor ihrer Abreise sagte sie uns: "Ich fühle mich gelassener und werde jetzt gestärkt meine Arbeit in Afghanistan weiter machen."
Das ist letztlich unser Anliegen, das wir mit dem Auszeit-Stipendium verbinden und das aktuell wieder ausgeschrieben wurde. So werden wir im September den nächsten Gast begrüßen können. Welcher das sein wird, steht noch nicht fest. Insgesamt können wir zwei bis drei Journalist/innen jährlich nach Berlin einladen, was angesichts vieler Anfragen – gerade auch von Kolleg/innen aus der Türkei – leider nicht ausreicht.
Damit wir unsere Stipendienprogramme ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung.
|
|
|