Die Deutsche Bank erwartet nach fünf Verlustjahren in Folge ein erneut schwieriges Jahr. "Der Start ins Jahr war zwar besser als erwartet, aber es ist noch nicht abzusehen, wie sich der Rest des Jahres entwickeln wird", sagte Finanzvorstand James von Moltke am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Ob es wie bisher angestrebt im Gesamtjahr 2020 zu einem Vorsteuergewinn reichen wird, blieb offen. Es sei derzeit zu früh, um Aussagen zur Profitabilität zu treffen, sagte von Moltke.
Trotz eines überraschend guten Jahresstarts steht in der Zwischenbilanz des größten deutschen Geldhauses für das erste Quartal unter dem Strich ein Verlust. Zwar kommt die Bank - wie am Sonntag vorab mitgeteilt - zunächst auf 66 (Vorjahreszeitraum: 201) Millionen Euro Gewinn. Doch das Ergebnis, das den Deutsche-Bank-Aktionären zugerechnet werden kann, lag bei minus 43 (plus 97) Millionen Euro. Das geht aus der detaillierten Zwischenbilanz hervor, die der Frankfurter Dax-Konzern am Mittwoch veröffentlichte.
An der Börse kamen die Details des Zahlenwerks gut an. Die Aktie baute die Kursgewinne der vergangenen Tage um weitere drei Prozentpunkte auf 20 Prozent aus. "Die globale Bankenbranche dürfte in 2020 durch die weltweite Rezession infolge der Covid-19-Pandemie hart getroffen werden", prognostiziert die Bank in ihrem Zwischenbericht. Es sei zu erwarten, dass die Provisionserträge in den meisten Geschäftsbereichen "drastisch zurückgehen".
Im ersten Quartal legte das Geldhaus mit 506 Millionen Euro deutlich mehr Geld für mögliche Kreditausfälle zurück als ein Jahr zuvor (140 Mio Euro). Die Hälfte davon sei auf die Corona-Krise zurückzuführen, erklärte die Bank. Zudem fielen 172 Millionen Euro Belastungen für den Konzernumbau an, die diversen Bankenabgaben summierten sich auf 503 Millionen Euro.
Angesichts stabiler Erträge - also Gesamteinnahmen - von 6,35 Milliarden Euro äußerte sich Konzernchef Christian Sewing insgesamt zufrieden: "In der aktuellen Krise konnten wir robuste Zahlen präsentieren und haben eine starke Leistung dabei gezeigt, unsere Kunden in all unseren Kerngeschäften zu unterstützen."
Sewing hatte im Juli 2019 eine grundlegende Neuaufstellung der Bank auf den Weg gebracht: Tausende Jobs werden gestrichen, das Investmentbanking wird gestutzt. Kern des Instituts, das in diesem Jahr auf eine 150-jährige Geschichte zurückblickt, ist die neue Unternehmensbank, die sich um Mittelständler, Familienunternehmen und multinationale Konzerne kümmert.
Die bis zum Jahr 2022 erwarteten Belastungen des Konzernumbaus sind nach Angaben vom Mittwoch inzwischen zu 73 Prozent abgearbeitet. Die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern sank auf 86 667 Ende März. Bis Ende 2022 sollen es weltweit noch 74 000 Vollzeitstellen sein.
In ihren Kerngeschäftsfeldern zeigte sich die Bank im ersten Quartal profitabel. In der Investmentbank stiegen die Erträge dank eines regen Handels mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen, im Privatkundengeschäft erwies sich das Geschäft mit Vermögenskunden als Treiber. Dazu kam die kräftige Nachfrage nach Krediten oder anderen Finanzierungen für Unternehmen in der Corona-Krise.
Trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Corona-Pandemie rechnet die Deutsche Bank im Gesamtjahr weiterhin mit stabilen Erträgen im Kerngeschäft. Im Konzern insgesamt erwartet der Vorstand unverändert einen leichten Ertragsrückgang - vor allem deswegen, weil Risiken vermindert und daher einige Geschäfte zurückgefahren werden.
Die Fondstochter DWS geht wegen des Corona-Crashs von schwächeren Geschäften in diesem Jahr aus. Das DWS-Management sei entschlossen, "weiteres Einsparpotenzial zu finden und umzusetzen, sollte es die Ertragssituation im weiteren Verlauf des Jahres erforderlich machen".
Bereits am Sonntag hatte die Deutsche Bank angekündigt, sie sei bereit, bei ihren Zielen für Kapitalpuffer und Verschuldungsquote vorübergehend Abstriche zu machen. "Wir sind fest entschlossen, unsere Bilanz zu nutzen, um Kunden zu unterstützen, die uns jetzt ganz besonders brauchen", hatte Konzernchef Sewing betont. Dadurch könnte bei der harten Kernkapitalquote vorübergehend das Ziel von mindestens 12,5 Prozent leicht unterschritten werden.
Ende März wies die Deutsche Bank eine harte Kernkapitalquote von 12,8 Prozent aus. Die Bank betonte, ihre Kapitalausstattung liege "weiterhin deutlich über den Mindestanforderungen der Aufsichtsbehörden". Europas Bankenaufseher erlauben Geldhäusern wegen der Corona-Krise zeitweise dünnere Kapitalpuffer, damit die Institute Unternehmen ausreichend mit Krediten versorgen können.
Trotz eines überraschend guten Jahresstarts steht in der Zwischenbilanz des größten deutschen Geldhauses für das erste Quartal unter dem Strich ein Verlust. Zwar kommt die Bank - wie am Sonntag vorab mitgeteilt - zunächst auf 66 (Vorjahreszeitraum: 201) Millionen Euro Gewinn. Doch das Ergebnis, das den Deutsche-Bank-Aktionären zugerechnet werden kann, lag bei minus 43 (plus 97) Millionen Euro. Das geht aus der detaillierten Zwischenbilanz hervor, die der Frankfurter Dax-Konzern am Mittwoch veröffentlichte.
An der Börse kamen die Details des Zahlenwerks gut an. Die Aktie baute die Kursgewinne der vergangenen Tage um weitere drei Prozentpunkte auf 20 Prozent aus. "Die globale Bankenbranche dürfte in 2020 durch die weltweite Rezession infolge der Covid-19-Pandemie hart getroffen werden", prognostiziert die Bank in ihrem Zwischenbericht. Es sei zu erwarten, dass die Provisionserträge in den meisten Geschäftsbereichen "drastisch zurückgehen".
Im ersten Quartal legte das Geldhaus mit 506 Millionen Euro deutlich mehr Geld für mögliche Kreditausfälle zurück als ein Jahr zuvor (140 Mio Euro). Die Hälfte davon sei auf die Corona-Krise zurückzuführen, erklärte die Bank. Zudem fielen 172 Millionen Euro Belastungen für den Konzernumbau an, die diversen Bankenabgaben summierten sich auf 503 Millionen Euro.
Angesichts stabiler Erträge - also Gesamteinnahmen - von 6,35 Milliarden Euro äußerte sich Konzernchef Christian Sewing insgesamt zufrieden: "In der aktuellen Krise konnten wir robuste Zahlen präsentieren und haben eine starke Leistung dabei gezeigt, unsere Kunden in all unseren Kerngeschäften zu unterstützen."
Sewing hatte im Juli 2019 eine grundlegende Neuaufstellung der Bank auf den Weg gebracht: Tausende Jobs werden gestrichen, das Investmentbanking wird gestutzt. Kern des Instituts, das in diesem Jahr auf eine 150-jährige Geschichte zurückblickt, ist die neue Unternehmensbank, die sich um Mittelständler, Familienunternehmen und multinationale Konzerne kümmert.
Die bis zum Jahr 2022 erwarteten Belastungen des Konzernumbaus sind nach Angaben vom Mittwoch inzwischen zu 73 Prozent abgearbeitet. Die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern sank auf 86 667 Ende März. Bis Ende 2022 sollen es weltweit noch 74 000 Vollzeitstellen sein.
In ihren Kerngeschäftsfeldern zeigte sich die Bank im ersten Quartal profitabel. In der Investmentbank stiegen die Erträge dank eines regen Handels mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen, im Privatkundengeschäft erwies sich das Geschäft mit Vermögenskunden als Treiber. Dazu kam die kräftige Nachfrage nach Krediten oder anderen Finanzierungen für Unternehmen in der Corona-Krise.
Trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Corona-Pandemie rechnet die Deutsche Bank im Gesamtjahr weiterhin mit stabilen Erträgen im Kerngeschäft. Im Konzern insgesamt erwartet der Vorstand unverändert einen leichten Ertragsrückgang - vor allem deswegen, weil Risiken vermindert und daher einige Geschäfte zurückgefahren werden.
Die Fondstochter DWS geht wegen des Corona-Crashs von schwächeren Geschäften in diesem Jahr aus. Das DWS-Management sei entschlossen, "weiteres Einsparpotenzial zu finden und umzusetzen, sollte es die Ertragssituation im weiteren Verlauf des Jahres erforderlich machen".
Bereits am Sonntag hatte die Deutsche Bank angekündigt, sie sei bereit, bei ihren Zielen für Kapitalpuffer und Verschuldungsquote vorübergehend Abstriche zu machen. "Wir sind fest entschlossen, unsere Bilanz zu nutzen, um Kunden zu unterstützen, die uns jetzt ganz besonders brauchen", hatte Konzernchef Sewing betont. Dadurch könnte bei der harten Kernkapitalquote vorübergehend das Ziel von mindestens 12,5 Prozent leicht unterschritten werden.
Ende März wies die Deutsche Bank eine harte Kernkapitalquote von 12,8 Prozent aus. Die Bank betonte, ihre Kapitalausstattung liege "weiterhin deutlich über den Mindestanforderungen der Aufsichtsbehörden". Europas Bankenaufseher erlauben Geldhäusern wegen der Corona-Krise zeitweise dünnere Kapitalpuffer, damit die Institute Unternehmen ausreichend mit Krediten versorgen können.
DPA / FIRBAS / AFX / REUTERS
