Die Kassenlage von Thyssenkrupp ist seit Jahren angespannt. Der Konzern ist stark auf die Automobilindustrie ausgerichtet, die durch die Corona-Krise noch stärker ins Schlingern geraten ist. In der Stahlsparte werden voraussichtlich Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen.
Eine Reihe von Unternehmen haben in der Corona-Krise günstige Staatskredite beantragt. Dazu gehören der Sportartikelhersteller Adidas ADSGn.DE oder der Reisekonzern TUI TUIGn.DE L8N2C81SY .
Vor wenigen Wochen hatte Thyssenkrupp sich von der lukrativen Aufzugssparte getrennt, wodurch 17 Milliarden Euro in die Kassen fließen sollen. Für Mai hat Vorstandschefin Martina Merz - noch vor Ausbruch der Corona-Krise - eine neue Strategie für den Konzern angekündigt. Dies dürfte nun auch schwieriger werden. Von seiner Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr ist der Ruhrkonzern wie viele andere Unternehmen inzwischen abgerückt.
Die Strategieentwicklung sei weitgehend abgeschlossen, betonte der Konzern am Montag. "Die wesentlichen Eckpfeiler werden dem Aufsichtsrat planmäßig im Mai vorgestellt werden. Für die weitere Ausgestaltung und die konkrete Umsetzung werden wir die Auswirkungen der Corona-Krise kontinuierlich analysieren und bewerten."
REUTERS
