Saudi-Arabien will seine Tagesproduktion im Juni auf 7,5 Millionen Barrel drosseln. Im Anfang April beschlossenen Abkommen der Opec+ peilte das Königreich noch 8,5 Millionen pro Tag an. Sollte Riad seine Zusage einhalten, fällt die Produktion laut Bloomberg auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2002 fallen.
"Mit dieser zusätzlichen Förderkürzung will das Königreich die Staaten der Opec+ sowie andere Förderländer ermutigen, die von ihnen zugesagten Förderkürzungen einzuhalten und gegebenenfalls weitere freiwillige Drosselungen vorzunehmen, um die Stabilität der globalen Ölmärkte zu unterstützen", sagte ein Beamter des saudischen Energieministeriums. Anfang April hatte sich das Kooperationsbündnis in einer Videokonferenz auf eine Produktionssenkung um 9,7 Millionen Barrel am Tag für die Monate Mai und Juni geeinigt.
Letzte Woche erhöhte der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco (SE:2222) den Juni-Verkaufspreis (OSP) für die saudische Rohölsorte Arab Light für Abnehmer in Asien um 1,40 Dollar im Vergleich zum Mai. Der Abschlag gegenüber der Referenz Oman/Dubai liegt so bei 5,90 Dollar je Barrel. Aramco hob ebenfalls den Verkaufspreis für Arab Light für Abnehmer in Nordwest-Europa um 6,55 Dollar. Der Abschlag zur europäischen Referenzsorte Brent schrumpft auf 3,70 Dollar.
Der Ölpreis der US-Sorte WTI legte letzte Woche um 25 Prozent zu. Gestützt wurde das schwarze Gold von weiteren Maßnahmen der wichtigsten Ölmarktakteure für die Anpassung des Angebots an die Nachfrage. Gleichzeitig lockerten mehr und mehr Länder ihre strengen Corona-Regeln an, was die Ölnachfrage belebte.
Das an der ICE gehandelte Barrel der Sorte Brent Öl zur Juli-Lieferung (CBN20) gewinnt 0,10 Prozent auf 30,98 Dollar zu. Für das an der Warenterminbörse NYMEX in New York gehandelte Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI Öl) mit einer Laufzeit bis Juni (CLM20) geht es um 1,29 Prozent nach unten auf 25,05 Dollar.
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