Sabine Schiffer (* 1966 in Geilenkirchen) ist eine deutsche Sprachwissenschaftlerin und Medienpädagogin. Sie beschäftigt sich unter anderem mit dem Islambild in deutschen Medien und „Hate Speech“ (sinngemäß übersetzt: „Hassrede“) in islamfeindlichen Blogs.
Sabine Schiffer wuchs in Nordrhein-Westfalen und Bayern auf. Nach ihrem Abitur studierte sie Sprachwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen, an der sie später auch ein viersemestriges Zweitstudium in Wirtschaft, Politik und Islamwissenschaften absolvierte.
Sabine Schiffer wuchs in Nordrhein-Westfalen und Bayern auf. Nach ihrem Abitur studierte sie Sprachwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen, an der sie später auch ein viersemestriges Zweitstudium in Wirtschaft, Politik und Islamwissenschaften absolvierte.
Seit 1993 ist sie als Medienpädagogin tätig und befasst sich dabei vor allem mit Diskriminierung in öffentlichen Diskursen, insbesondere zu Themen wie Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Sexismus sowie Medien und Krieg. Als Schwerpunkt setzt sie sich mit den zu diesem Themenkomplex anzutreffenden Aktivitäten im Web auseinander. 2004 promovierte sie an der Universität Erlangen-Nürnberg mit einer Arbeit über die Darstellung des Islam in Tageszeitungen und Zeitschriften. Bis 2006 war sie an der Erlanger Universität als Lehrbeauftragte für Germanistische Sprachwissenschaften tätig.
Im November 2005 gründete Schiffer das unabhängige Institut für Medienverantwortung (IMV) in Erlangen, das sie bis heute leitet und mit freien Mitarbeitern betreibt. Seit 2009 firmiert das IMV als haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG), Schiffer übernahm die Geschäftsführung. Das IMV veranstaltet seit 2006 jährlich eine Woche der Medienpädagogik.
Im November 2005 gründete Schiffer das unabhängige Institut für Medienverantwortung (IMV) in Erlangen, das sie bis heute leitet und mit freien Mitarbeitern betreibt. Seit 2009 firmiert das IMV als haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG), Schiffer übernahm die Geschäftsführung. Das IMV veranstaltet seit 2006 jährlich eine Woche der Medienpädagogik.
Von 2006 bis 2009 war Schiffer Mitglied in der Arbeitsgruppe Medien der Deutschen Islamkonferenz. Seit 2009 schreibt sie regelmäßig für die türkische Tageszeitung Zaman. Seit 2012 ist Schiffer als Referentin für die Journalistenschule World Media Akademie in Offenbach am Main tätig, seit dem Wintersemester 2012 als freie Dozentin für den Studiengang International Media Studies an der DW Akademie in Bonn.
Sabine Schiffer behandelte in ihrer interdisziplinär ausgerichteten Dissertation von 2004 die Darstellung des Islams in der Presse. Im Hauptteil ihrer Untersuchung analysierte sie Bilder und Texte überregionaler Tages- und Wochenzeitungen (u. a. Focus, Der Spiegel, Die Zeit, FAZ) aus den Jahren 1988 bis 2002. Schiffer identifizierte im Material durchgehend systematische Manipulationen.
Sabine Schiffer behandelte in ihrer interdisziplinär ausgerichteten Dissertation von 2004 die Darstellung des Islams in der Presse. Im Hauptteil ihrer Untersuchung analysierte sie Bilder und Texte überregionaler Tages- und Wochenzeitungen (u. a. Focus, Der Spiegel, Die Zeit, FAZ) aus den Jahren 1988 bis 2002. Schiffer identifizierte im Material durchgehend systematische Manipulationen.
So wurden von ihr u. a. Filmtechniken, wie Häufigkeit und Wiederholungen von bestimmten Reizkombinationen, als manipulative Mittel zur Stereotypenbildung analysiert. In der Dissertation regte sie an, die Entwicklungslinien des antisemitischen und des islamfeindlichen Diskurses vergleichend zu untersuchen.
Kristina Stock vom Orientalistischen Institut der Universität Leipzig bewertete diese Untersuchung im Fachforum „Humanities – Sozial und Kulturgeschichte“ als eine ernstzunehmende, Manipulationsmechanismen offenlegende Medienkritik, deren Ergebnisse durch Gegenbeispiele, welche den gefundenen Präsentationstechniken nicht folgen, relativiert werden, ohne dadurch aber den Wert der Dissertation zu schmälern.
Stock wies darauf hin, dass laut Schiffer die Integrationsdiskussion, die in Bezug auf muslimische Mitbürger geführt wird, im gleichen Verstellungsvorwurf zu enden drohe, wie dies den jüdischen Mitbürgern zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschah.
Schiffer beteiligte sich mit einer Arbeit unter dem Titel Der Islam in deutschen Medien an einer 2005 erschienenen Schwerpunktausgabe über Muslime in Europa in der Beilage der Wochenzeitung Das Parlament.
Im Dezember 2008 nahm sie an der von Wolfgang Benz geleiteten Konferenz Feindbild Muslim – Feindbild Jude des Zentrums für Antisemitismusforschung teil und verfasste einen Beitrag für die Buchdokumentation der Konferenz
Im gleichen Jahr publizierte sie zusammen mit Constantin Wagner, einem freien Mitarbeiter ihres Instituts, das Buch Antisemitismus und Islamophobie. Ein Vergleich. Sie geht darin der Frage nach, „ob es eine Islamfeindschaft gebe, über die sich etwas im historischen Vergleich mit dem Antisemitismus lernen lasse“. Patrick Bahners würdigte das Buch in einer Sammelrezension in der FAZ als Anregung zu einer für ihn „dringend notwendigen ‚Ideologiekritik der Islamkritik‘“. Demgegenüber beurteilte die Journalistin Sabine Pamperrien in Das Parlament das Buch als ein „Gegenstück zur pseudowissenschaftlichen Propaganda der Islam-Kritiker“.
Schiffer beteiligte sich mit einer Arbeit unter dem Titel Der Islam in deutschen Medien an einer 2005 erschienenen Schwerpunktausgabe über Muslime in Europa in der Beilage der Wochenzeitung Das Parlament.
Im Dezember 2008 nahm sie an der von Wolfgang Benz geleiteten Konferenz Feindbild Muslim – Feindbild Jude des Zentrums für Antisemitismusforschung teil und verfasste einen Beitrag für die Buchdokumentation der Konferenz
Im gleichen Jahr publizierte sie zusammen mit Constantin Wagner, einem freien Mitarbeiter ihres Instituts, das Buch Antisemitismus und Islamophobie. Ein Vergleich. Sie geht darin der Frage nach, „ob es eine Islamfeindschaft gebe, über die sich etwas im historischen Vergleich mit dem Antisemitismus lernen lasse“. Patrick Bahners würdigte das Buch in einer Sammelrezension in der FAZ als Anregung zu einer für ihn „dringend notwendigen ‚Ideologiekritik der Islamkritik‘“. Demgegenüber beurteilte die Journalistin Sabine Pamperrien in Das Parlament das Buch als ein „Gegenstück zur pseudowissenschaftlichen Propaganda der Islam-Kritiker“.
Sie hielt den Autoren Schiffer und Wagner unwissenschaftliche Arbeitsmethoden vor. Armin Pfahl-Traughber bemängelte in einer für den Humanistischen Pressedienst verfassten Rezension ebenfalls analytische Schwächen. Die Autoren würden „häufig nur Beschreibungen und Kommentare ohne klare Systematisierung“ auflisten. Ärgerlich sei darüber hinaus, dass keine differenzierte Unterscheidung von Islamkritik und Islamophobie erfolge. So würden „„Feministinnen, christliche Fundamentalisten, Humanisten“ in einen Topf geworfen.
Über Schiffers Beitrag in dem Sammelband Islamfeindlichkeit, der 2009 von Thorsten Gerald Schneiders herausgegeben wurde, schrieb Bahners in seiner Rezension in der FAZ, Sabine Schiffer beschäftige sich zu Recht „ausführlich mit den Widerwärtigkeiten der islamkritischen Bloggerszene.
Über Schiffers Beitrag in dem Sammelband Islamfeindlichkeit, der 2009 von Thorsten Gerald Schneiders herausgegeben wurde, schrieb Bahners in seiner Rezension in der FAZ, Sabine Schiffer beschäftige sich zu Recht „ausführlich mit den Widerwärtigkeiten der islamkritischen Bloggerszene.
Seiten wie ‚Politically Incorrect‘ für eine Verrohung und Enthemmung der öffentlichen Rede, die ohne Beispiel“ sei. Er kritisierte jedoch Schiffers Forderung, „bei der kausalen Betrachtung der Frauenunterdrückung nur nichtreligiöse Ursachen zu berücksichtigen“. Schiffer schreibt als Kolumnistin regelmäßig für die Online-Nachrichtenseite Deutsch-Türkisches Journal (DTJ).
Sie hat in verschiedenen Aufsätzen auch Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 vertreten und dafür Kritik erfahren.
Im Sommer 2014 kuratierte sie die Ausstellung Im Osten nichts Neues - alte Feindbilder, moderne Propaganda für den Sprechsaal Berlin und nimmt damit das Feindbild Russland in der Ukraineberichterstattung in den Fokus. Im April 2015 rief sie zum Boykott der Bild-Zeitung auf, da diese einen menschenverachtenden Stil pflege.
Sie hat in verschiedenen Aufsätzen auch Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 vertreten und dafür Kritik erfahren.
Im Sommer 2014 kuratierte sie die Ausstellung Im Osten nichts Neues - alte Feindbilder, moderne Propaganda für den Sprechsaal Berlin und nimmt damit das Feindbild Russland in der Ukraineberichterstattung in den Fokus. Im April 2015 rief sie zum Boykott der Bild-Zeitung auf, da diese einen menschenverachtenden Stil pflege.
