jueves, 4 de junio de 2015

Ramelow sieht Pressefreiheit in Deutschland bedroht

(DPA) Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht die Pressefreiheit in Deutschland in Gefahr.

Bodo Ramelow warnte auf dem Landespresseball, der am Freitag in Erfurt stattfindet, vor den Gefahren für die Pressefreiheit. Foto: Alexander Volkmann




„So werden die Medien etwa von Pegida-Demonstranten diffamiert und einzelne Journalisten sogar körperlich bedroht, weil sie angeblich zu einseitig über den Islam, die in Deutschland lebenden Moslems und über Pegida berichten würden“, sagte Ramelow am Freitag in Erfurt vor seiner erwarteten Rede beim Landespresseball am Abend. Wenn der Auftrag der Medien zu objektiver wie kritischer Berichterstattung verkannt oder gering geschätzt wird, stelle dies eine Gefahr für die Pressefreiheit dar. „Dieser Gefahr müssen und werden wir begegnen“, betonte der Linken-Politiker.

Zugleich lobte er die Arbeit von Journalisten: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Demokratie.“ Den Parolen von Pegida stellten sie die weltpolitischen Zusammenhänge hinter den Flüchtlingsströmen entgegen.

Beim Landespresseball sollte Martin Debes von der „Thüringer Allgemeine“ mit dem Journalistenpreis 2015 ausgezeichnet werden. Die Jury lobte ihn als Politikjournalisten „durch und durch“, der sich stets dagegen gewehrt habe, „zur eierlegenden Wollmilchsau“ zu werden, würdigte die Landesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Anita Grasse.