jueves, 20 de agosto de 2015

VOLKSWAGEN STREBT FEHLENDEN HEIMSIEG AN

NACHDEM BEI DEN LETZTEN ZWEI VERSUCHEN BEI DER ADAC RALLYE DEUTSCHLAND DIE CHANCE AUF DEN SIEG WEGGESCHMISSEN WURDE, HOFFT VOLKSWAGEN IN DIESER WOCHE AUF EINEN SIEG VOR DEM HEIMPUBLIKUM.




Verglichen mit der Dominanz in den letzten beiden WRC-Saisonen, waren Volkswagens Leistungen bei den Heim-Rallyes enttäuschend. Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala führten beide die Rallye an, Unfälle führten aber dazu, dass keiner der beiden die Position bis zum Ende halten konnte. Damit ist Deutschland der einzige WM-Lauf, bei dem der Polo R noch keinen Sieg einfahren konnte.

Teamchef Jost Capito räumt ein, dass das eine Lücke in der Erfolgsliste des Teams ist. Er ist bestrebt, diese zu schließen. „Okay, das größere Ziel ist immer, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Aber natürlich ist es für das Team wichtig, hier zu gewinnen. Sie wollen ihre Heim-Rallye gewinnen. Und als Deutscher will ich die Deutschland-Rallye natürlich auch gewinnen“, sagte er gegenüber wrc.com.

„Es gibt kein anderes WRC-Event, bei dem unser Wunsch zu gewinnen so groß und so unerfüllt ist. Wir hätten den Sieg 2013 und 2014 aus eigener Kraft schaffen können, aber Sébastien und Jari-Matti schieden jeweils in Führung liegend aus. Aber auch wenn das Glück in der Heimat nicht auf unserer Seite war, gibt es keinen Grund, warum wir 2015 nicht um den ersten Platz kämpfen sollten.“

Capito ist kein abergläubischer Mensch und will seine Strategie vor dem Event in Trier nicht ändern.

„Unsere vergangenen Ergebnisse hier waren Pech – zweimal –und nicht mehr“, erklärte er. „Jari-Matti hatte letztes Jahr eine Minute Vorsprung, bevor er abflog. Daher plane ich nicht, irgendetwas zu ändern. Ich muss den Fahrern auch keine direkten Anweisungen geben. Letztes Jahr haben sie bei unserer Saisonabschluss-Party Professor Winterkorn (Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG) versprochen, dass sie diese Rallye gewinnen werden – von meiner Seite ist daher nichts mehr zu tun.“Ogier gewann die Rallye 2011 mit Citroën und ist motiviert, Volkswagen das Traumergebnis zu liefern. Und mit einem 89-Punkte-Vorsprung in der Fahrer-Weltmeisterschaft hat er an diesem Wochenende zudem die Chance, seinen dritten FIA-WM-Titel zu fixieren.

„Was in der Vergangenheit war, ist Vergangenheit“, sagte Ogier. „In diesem Jahr bin ich entspannt. Möglicherweise hilft die Situation in der Meisterschaft. Aber ich spüre Extra-Motivation, dieses Mal den Code zu knacken. Ich habe es in der Vergangenheit geschafft und ich weiß, dass ich es wieder kann.“