sábado, 10 de abril de 2021

SCHLUSS MIT STRAFLOSIGKEIT FÜR VERBRECHEN AN JOURNALISTEN

In vielen Ländern der Welt werden Medienschaffende ermordet, gefoltert oder entführt, ohne dass die Schuldigen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. 

Um auf die Untätigkeit vieler Staaten angesichts dieses Missstands aufmerksam zu machen, hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen 2013 den 2. November als jährlichen Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalistinnen und Journalisten festgelegt. Stellvertretend für viele weitere Schicksale dokumentiert RSF auf dieser Seite 22 Fälle von Journalistinnen und Journalisten, deren Fälle zum Teil seit vielen Jahren ungeklärt oder ungesühnt sind.

Um der Straflosigkeit ein Ende zu bereiten, setzt sich Reporter ohne Grenzen für die Einsetzung eines oder einer Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für den Schutz von Journalistinnen und Journalisten ein. Dieser Sonderbeauftragte sollte direkt dem UN-Generalsekretär unterstehen und eigenständigen Untersuchungen einleiten können, wenn Staaten nach Gewalttaten gegen Medienschaffende untätig bleiben.

Denn trotz zahlreicher UN-Beschlüsse zur Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten bleiben die Zahlen besorgniserregend: Im Laufe der vergangenen zehn Jahre sind weltweit mehr als 900 Journalistinnen und Journalisten, Bürgerjournalistinnen und Medienmitarbeiter wegen oder bei ihrer Arbeit getötet worden. 

Allein in Mexiko waren es seit 2011 und 2020 mehr als 72, im Syrien-Krieg mehr als 260. Viele Kriminelle und Konfliktparteien entführen, foltern oder ermorden Medienschaffende gezielt. Im Jahr 2019 zum Beispiel wurden nach Recherchen von RSF 31 der insgesamt 49 getöteten Medienschaffenden vorsätzlich wegen ihrer Arbeit ermordet.

Beispielhafte Fälle von Straflosigkeit

Die meisten Reporterinnen und Reporter sterben außerhalb von Kriegsgebieten. Sie werden ermordet, weil sie in Ländern wie Mexiko, Kolumbien, Indien oder den Philippinen über organisierte Kriminalität, Korruption, Machtmissbrauch oder Menschenrechtsverletzungen berichtet haben. Die große Mehrheit dieser Verbrechen bleibt ungestraft.

Die hier als Beispiele zusammengestellten Fälle sind auch Jahre nach den Verbrechen ungesühnt oder bestenfalls teilweise aufgeklärt. Einige von ihnen haben internationales Aufsehen erregt, darunter die Morde an dem saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi 2018 in Istanbul, an der Investigativjournalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia 2017 in Malta oder an Miroslava Breach und Javier Valdez 2017 in Mexiko. Andere Schicksale fanden weniger internationale Beachtung, bleiben aber traumatische Ereignisse für die betroffenen Länder.

SPOT 1


SPOT 2