lunes, 12 de octubre de 2020

MASKE ÖSTERREICH CO2 MESSUNG

Bei der Vorstellung vom Etappenplan durch BM Dr. Heinz Faßmann hieß es: “In den Pausen soll von den über 10 jährigen der Mundschutz getragen werden, bei den Kleineren / Jüngeren kann ich mir das schwerer vorstellen.”

Im schriftlichen Etappenplan sowie in den folgenden Aussendungen, war der Mundschutz für alle Kinder im Schulalter vorgesehen. Von der Mutter einer Mitschülerin wurde mir wenige Tage später mitgeteilt, sie habe Kinder auch im Außenbereich von Amelies Volksschule über einen längeren Zeitraum mit Masken beobachtet. Warum unsere Regierung nicht auf die Erfahrungen jener Länder zurückgegriffen hat, die ihre Schulen bereits Wochen davor öffneten oder sie durch die gesamte Pandemie hin geöffnet ließen, ist mir nicht bekannt.
Von unserer Volksschule wurde ich schriftlich dazu aufgefordert, Amelie die Wichtigkeit des Tragens der Masken beizubringen. Da die Datenlage bis dato jedoch darauf hinweist, dass von symptomfreien Kinder kein signifikantes Ansteckungsrisiko ausgeht, war diese Aufgabe nicht erfüllbar ohne meiner Tochter gegenüber unehrlich zu sein. Es wurde schließlich auch nicht mitgeteilt, was der Grund für das Masken Tragen der Kinder ist, oder gar Daten, die einen solchen Grund belegen würden. Lediglich die Aufforderung, dass ich meiner Tochter verständlich machen sollte, wie wichtig die Masken seien.

Für mich als besorgtem Vater stellte sich damit die Frage, wem man mehr vertrauen kann. Auf der einen Seite stehen medizinische Experten der nordischen Länder, welche im konkreten Fall von COVID-19 von Masken für SchülerInnen abraten, während in Österreich das Masken Tragen von Politikern vorgeschrieben wird. Im Norden gibt es bereits Erfahrung und daraus resultierende Daten von hunderttausenden Kindern seit vielen Wochen.

Nun galt es zu entscheiden, was unserer Tochter weniger schadet. Die erste Möglichkeit war, sie in die eine Schule einer viel propagierten "neuen Normalität" zu schicken. Inklusive einem Set an Masken, von welchen nordische Experten dezitiert abraten. Da frische Luft von unumstrittener Wichtigkeit für den menschlichen Organismus ist, ist dies kein unbedeutendes Detail. Alternativ könnten wir unsere Tochter zu Hause betreuen. Nicht wegen COVID-19, sondern wegen der österreichischen Antwort darauf. Dafür könnte sie ihre KlassenkameradInnen noch länger nicht sehen und würde auch darunter leiden. Keine leichte Entscheidung. Daher habe ich versucht, nach bestem Wissen und Gewissen zu recherchieren.

In einem 1. Schritt habe ich nach wissenschaftlichen Publikation zu Mund Nasen Masken bei Kindern gesucht. Ohne Erfolg. Ich habe mich ebenfalls bei den Experten in meinem Umfeld erkundigt: einem Kinderarzt und einem Oberarzt für interne Medizin. Keiner der beiden konnte oder wollte die Masken als unproblematisch abtun. Von manchen Medizinern konnte ich auf sozialen Netzwerken lesen, dass sie Masken für Kinder für unproblematisch halten, da Masken schließlich von Experten wie Chirurgen professionell eingesetzt werden, ohne davon schwere Schädigungen zu bekommen. Von der Lunge eines Erwachsenen eine Schlussfolgerung auf die Lunge eines Kindes zu ziehen könnte aber ebenso problematisch sein, wie von der Belastbarkeit einer Leber eines Erwachsenen auf die Leber eines Kindes zu schließen. Ich hoffe, dass niemand seinem Kind ein Glas Wein anbieten würde, nur weil es für Erwachsene (bedingt) verträglich ist.

In der Folge kam mir die Idee, mein CO2 Raumluftmeßgerät auszuprobieren. Für ein paar Sekunden unter einem dünnen Baumwollnachtgewand meiner Tochter. In den “Alarm Modus” ist es bereits nach ein paar Sekunden gegangen. Dass ein über die Nase gezogenes, dünnes Kleidchen oder Nachtgewand mit großen Öffnungen weniger Luft austauschen sollte als eine professionelle Maske, war mir nicht klar. In der relevanten Publikation mit Fragen und Antworten über MNS des Gesundheitsministeriums werden Themen wie Volumen unter der Maske oder Strömungsverhalten nicht einmal angeschnitten. Darin werden selbstgenähte MNS als “gute Alternative” angepriesen, welche “keiner verbindlichen (gesetzlich vorgeschriebenen) Qualitätsprüfung unterzogen” werden. Bei dem Gedanken, wie viele Eltern beim gut gemeinten Kauf oder dem gehorsamen Selbermachen der ungeprüften Masken lediglich die Broschüre des Gesundheitsministeriums kannten, dreht sich mein Magen bis heute um. Schließlich könnten dadurch Kinder mit einer Maske ausgestattet werden, die nach Form und Volumen für ihr Kind komplett ungeeignet ist.

Nach dem Alarm des CO2 Meßgerätes habe ich erneut versucht, Informationen von “Profis” einzuholen - den Ministerien, welche für Bildung und Gesundheit zuständig sind. Schließlich sollte es für die Entscheidungsträger, welche die Masken bei Kindern verordnet haben, ein Leichtes sein, die Unsicherheit zu nehmen und die dafür notwendige medizinische Evidenz darzulegen. Diese sollte einen signifikanten Schutzeffekt bei symptomfreien Kindern zeigen können und Risiken durch die Masken mit Daten belegt ausschließen können. Die Antwort des Bildungsministeriums findet sich am Ende dieses Postings, das Gesundheitsministerium hat auch nach einem zusätzlichen Anruf sowie einer weiteren Email bis heute nicht geantwortet.

In der Folge habe ich mich entschlossen, das Video mit der Messung aufzuzeichnen, um Feedback von jenen zu bekommen, die sich mit dem Thema auskennen und eine konstruktive Diskussion anzuregen. Da ein YouTube Video nicht wie ein Open Source Projekt schrittweise durch ein Kollektiv verbesserbar ist, musste zumindest ein Blog Post dazu, welches deutlich auf die Einschränkungen hinweist und einfach zu aktualisieren ist - Kenntnisse über “Pull Requests” für den Text habe ich bei einer breiten LeserInnenschaft nicht angenommen. Mit der Audio Aufzeichnung beim Video war ich selbst nie zufrieden; eine weitere Aufnahme war aber keine Option. Primär wollte ich Amélie nicht nocheinmal der CO2 Rückatmung aussetzen. Außerdem hätten wir erneut Betreuung für unsere kleineren Kinder benötigt, die ohne Einsatz der Großeltern schwer zu bekommen war. Ebenfalls mitgespielt haben der Zeitdruck (Öffnung der Volksschulen) und Zeitmangel auf meiner Seite.

Daher habe ich das Video in der vorhandenen Form veröffentlicht - in der Hoffnung auf konstruktive Kritik und Hinweise auf wissenschaftliche Studien zu Mund Nasen Masken bei Kindern, welche ich einfach nicht finden konnte. Für die zahlreichen konstruktiven Kommentare möchte ich mich an dieser Stelle erneut bedanken. Einen Hinweis auf eine wissenschaftliche Studie zum Thema Mund Nasen Masken bei Kindern konnte leider bis dato niemand liefern. Vor allem Langzeitschäden wie chronische Erkrankungen der Atemwege ausschließen zu können wäre natürlich besonders interessant. Mein Mitgefühlt gilt auf jeden Fall besonders jenen Kindern, die krankheitsbedingt seit langem auf MNS angewiesen sind - speziell für diese Kinder hätte ich mir die Existenz einer Studie, wie sie für Erwachsene durch die Dissertation von Dr. Ulrike Butz vorliegt, erhofft.

Morgen beginnt der Schulunterricht an Volksschulen. Meine Hoffnung, dass mich das Bildungsministerium - Dr. Faßmann hat schließlich das Hygienehandbuch für Schulen zu verantworten - vorab durch Übermittlung einer ordentlichen Vorstudie beruhigen kann, ist nicht eingetreten. Ob in Österreich der Volksschulbetrieb an das echte, quantifizierte Risiko, belegt mit Zahlen, Daten und Fakten, angepasst wird, steht in den Sternen. Abschließend ein kurzer Blick nach Schweden. Dort wurden schon früh und anders als bei uns medial übermittelt, strikte Empfehlungen abgegeben, um den Schaden durch COVID-19 einzudämmen. Die schwedische Politik war niemals ein "laissez faire". Aufgrund des geringen Risikos durften Kinder bis inklusive dem Unterstufenalter jedoch nahezu ungestört mit ihren FreundInnen und KollegInnen in Schulen interagieren. Das zeigt den hohen Wert, den Bildung in diesem Land hat. Durch die COVID-19 Pandemie hat dabei kein einziges Kind im Kindergarten oder Schulalter sein Leben verloren. Ein aussagekräftiger Vergleich der Übersterblichkeit zwischen Österreich und Schweden wird noch viele Monate warten müssen. Vergleicht man aber die schwedischen Sterbedaten der auch in Österreich gravierenden Erkältungssaison vom 1. November 2017 bis 30. April 2018 mit dem Zeitraum 1. November 2019 - 30. April 2020, welcher einen großen Teil der bisherigen Pandemie einschließt, offenbart sich eine (nach wie vor traurige) Differenz von weniger als 200 Menschenleben.
Der Schulunterricht an österreichischen Volksschulen geht mit 18. Mai endlich wieder los.

Auslöser für das in diesem Blog Post beschriebene Video ist meine Anfrage an die österreichischen Ministerien für Bildung und Gesundheit. Darin wollte ich wissen, ob die Verwendung von Masken insbesonders bei Schulkindern gesundheitlich unbedenklich ist. Eventuelle "Nebenwirkungen" der Masken sind vor allem kritisch zu sehen, da bis dato weltweit noch niemand wissenschaftlich haltbar einen positiven Effekt bei symptomfreien Kindern nachweisen konnte. Das Bildungsministerium hat meine Anfrage mit dem Verweis auf die Zuständigkeit des Gesundheitsministeriums beantwortet. Letzteres hat leider innerhalb der gesetzten Frist von einer Woche keine Antwort geschickt.

Meine Verunsicherung rührt daher, dass in einer zunehmenden Anzahl anderer europäischer Staaten (zB.: Schweden und Island) keine Mund Nasen Masken für SchülerInnen vorgesehen sind. Symptomfreiheit ist eine generelle Voraussetzung, um die Schule zu besuchen. Auch in den COVID-19 Grundprinzipien Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen der schweizerischen Eidgenossenschaft heißt es dazu beispielsweise: "Das generelle präventive Tragen von Hygienemasken ist in diesem Setting keine sinnvolle Massnahme.". Wobei dort erst das Schutzkonzept die Massnahmen beinhaltet, die Kinder und Lehrpersonen in der Schule schützen sollen.

Mein primäres Interesse ist natürlich das Wohlbefinden und die Gesundheit aller Kinder.