jueves, 9 de abril de 2020

CORONA APP DEUTSCHLAND: Anonymität und Quellenschutz gewährleisten

Sogenannte Tracking-Apps werden derzeit intensiv als wichtiges Instrument diskutiert, um Kontaktpersonen mit dem Coronavirus Infizierter schnell und effektiv zu identifizieren. Nach scharfer Kritik an einem ersten Vorstoß der Bundesregierung konzentriert sich die Debatte in Deutschland nun auf Vorschläge für eine Bluetooth-basierte App, die Datenschutz-Bedenken Rechnung tragen soll. Ungeachtet vieler noch offener Details hat Reporter ohne Grenzen (RSF) eine erste Einschätzung der momentan kursierenden Vorschläge vorgenommen und benennt potenzielle Risiken und die Mindestanforderungen an eine solche Lösung, um den journalistischen Quellenschutz im digitalen Raum nicht auszuhöhlen.

„Eine Corona-Tracking-App darf nicht zum Einfallstor für verdachtsunabhängige Überwachung und anlasslose Vorratsdatenspeicherung werden“, sagte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr. „Solche Technologien können in der Ausnahmesituation dieser Krise einen wichtigen Beitrag leisten, zugleich muss aber von Anfang an sichergestellt und unabhängig überprüfbar sein, dass die App die Anonymität journalistischer Quellen schützt, nur die unbedingt benötigten Daten erhebt und zu keinem anderen Zweck als zur akuten Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verwendet wird. Anonymität und Schutz vor Überwachung sind nicht nur, aber besonders für Journalistinnen und Journalisten essenziell, die auch in der Corona-Krise in der Lage sein müssen, Missstände und Fehlentwicklungen aufzudecken und dabei ihre Quellen zu schützen.“

Angesichts der weltweiten Diskussion über den Nutzen von Apps zum digitalen Tracking von Coronavirus-Infizierten und deren Kontaktpersonen hat RSF ebenso wie andere Bürgerrechtsorganisationen und die Menschenrechtsbeauftragten internationaler Organisationen die teils erheblichen Einschnitte solcher Lösungen in Grund- und Menschenrechte kritisiert. Zentral ist dabei aus der Perspektive der Pressefreiheit die Frage, inwieweit entsprechende Apps Anonymität und journalistischen Quellenschutz gewährleisten.

In Deutschland lautete ein erster Vorschlag, die Abfrage von Funkzellen-Daten zum Corona-Tracking im mittlerweile beschlossenen „Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ festzuschreiben. Dieser Vorstoß scheiterte an heftiger Kritik sowohl an der mangelnden Zweckmäßigkeit dieses Ansatzes als auch an seiner Unvereinbarkeit mit Datenschutz und Grundrechten. 


Mindestanforderungen an eine Corona-Tracking-App


Inzwischen gibt es mehrere alternative Vorschläge, die auf der Nutzung der Bluetooth-Technologie von Smartphones basieren. Auch wenn viele Details noch offen sind, lassen sich aus der aktuellen Debatte und aus dem, was über die wichtigsten Lösungsansätze bekannt ist, einige Mindestanforderungen an eine Corona-Tracking-App ableiten:

Eine Corona-App sollte so wenige Daten wie möglich und nur so viele wie unbedingt nötig speichern.
Jede Corona-App muss von Anfang an als Open-Source-Software veröffentlicht werden. Dasselbe gilt für Änderungen an der App durch Software-Updates. Nur so können unabhängige Expertinnen und Experten die Software bewerten und überprüfen, ob sie Anonymität und journalistischen Quellenschutz gewährleistet. 

Alle durch die App gesammelten Daten müssen strikt vor jeder anderen Nutzung durch Geheimdienste, sonstige Behörden oder Unternehmen geschützt werden. Klar benannte Löschfristen müssen essenzieller Bestandteil der Lösung sein; ihre Einhaltung ist von einer unabhängigen Stelle zu prüfen. 

Der Aufbau privater Datenbanken mit den temporären Identifikationsnummern (IDs) einer Corona-Tracking-App muss unbedingt verhindert werden.
Nachträgliche Erweiterungen des Zwecks der App zum Beispiel zur Kontrolle oder Überprüfung von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen müssen kategorisch ausgeschlossen sein.
Die von Mobiltelefonen ausgestrahlten Bluetooth Low Energy Beacons dürfen ausschließlich zur Bekämpfung von Infektionsketten genutzt werden. 

Jede andere Nutzung auch zu kommerziellen Zwecken, der ein Nutzer nicht explizit zugestimmt hat, muss verboten werden.
Sobald sich die konkreten Sicherheitsrisiken einer Bluetooth-basierten Lösung beurteilen lassen, muss eine sorgfältige und transparente Abwägung der zu erwartenden digitalen Sicherheitsrisiken gegen den voraussichtlichen Nutzen der Lösung stattfinden.

Die verschiedenen diskutierten Ansätze unterscheiden sich vor allem darin, was im Infektionsfall im Detail mit den Daten der Betroffenen passiert, sowie in der Handhabung der von der App erzeugten temporären IDs. Derzeit erscheinen Lösungen nach dem Vorbild Singapurs als mutmaßlich datenschutzfreundlichste Möglichkeit, Informationen über Kontakte infizierter Personen zu sammeln. Inwieweit eine Lösung diesen Anforderungen tatsächlich genügt, wird sich aber erst anhand ihrer konkreten Umsetzung beurteilen lassen.

Bluetooth-Technologie als Lösung?


Nach dem misslungenen ersten Vorstoß der Bundesregierung arbeitet nun das Robert-Koch-Institut Berichten zufolge gemeinsam mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut an einer datenschutzfreundlicheren Variante einer App aus Singapur, die Bürgerinnen und Bürger zum freiwilligen Teilen von Kontaktdaten ermutigen soll. Ein Verbund von Unternehmen und Forschungsinstitutionen dieser beiden Institute arbeitet laut Spiegel unter dem Titel "Pan-European Privacy Protecting Proximity Tracing" (Pepp-PT) bereits an einem europäischen Standard, der die Rahmenbedingungen für mögliche nationale Apps vorgeben soll.

Die Software-Lösung soll durch die Nutzung einer Technologie namens Bluetooth Low Energy Beacon eine effektive anonyme Ermittlung von Kontaktpersonen Erkrankter ermöglichen.

Diese Technologie erlaubt es Telefonen, die sich für eine Mindestdauer in der Nähe befinden, sich gegenseitig Identifikationsnummern zuzusenden, die für die spätere Ermittlung von Kontakten genutzt werden können. Die dabei anfallenden Daten werden lokal auf den Telefonen gespeichert und müssen nur im Infektionsfall an einen zentralen Server gemeldet werden.

Ähnliche Vorschläge brachte vor einigen Tagen der von verschiedenen Innovations- und IT-Initiativen unter der Schirmherrschaft von Kanzleramtsminister Helge Braun veranstaltete Wir vs. Virus-Hackathon hervor. Auch die Juristen Ulf Buermeyer und Matthias Bäcker sowie der Wirtschaftswissenschaftler Johannes Abeler sprachen sich in einem Gastbeitrag bei Netzpolitik.org für diese vergleichsweise datensparsame Technologie aus.

Tatsächlich sind Lösungen nach dem Vorbild Singapurs unter den derzeit diskutierten Varianten die datenschutzfreundlichste Möglichkeit, Informationen über Kontakte infizierter Personen zu sammeln. Wie genau eine deutsche Pepp-PT-App funktionieren soll, ist noch nicht öffentlich bekannt. Ob die Technologie auch unter dem Aspekt des Schutzes journalistischer Quellen als sicher eingestuft werden kann, lässt sich daher noch nicht abschließend bewerten.

Unabhängig von technischen Details unterstrich der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Ulrich Kelber die Bedeutung einer auf Freiwilligkeit basierenden Lösung für öffentliches Vertrauen und damit für die Akzeptanz und Wirksamkeit einer solchen App. 

Selbst die freiwillige Zustimmung zur Nutzung einer solchen App unterliegt in Krisenzeiten erheblichem sozialen Druck und sollte die gesellschaftliche Verantwortung für die Wahrung von Privatsphäre und dem Schutz persönlichster Daten nicht auf einzelne Bürgerinnen und Bürger abwälzen.

Im Folgenden stellt Reporter ohne Grenzen einige mögliche Risiken und Mindestanforderungen der derzeit diskutierten Lösungen vor:
Singapur: Vorbild mit Einschränkungen

Bei allen derzeit diskutierten Vorschlägen sind es die Details, die maßgeblich entscheiden, ob eine App den Quellenschutz gefährdet oder nicht. Allen Vorschlägen ist gemeinsam, dass Nutzerinnen und Nutzer eine App auf ihrem Smartphone installieren. Die App erzeugt regelmäßig temporäre IDs und sendet diese über Bluetooth an benachbarte Smartphones. 

Empfängt die App eine temporäre ID, wird sie lokal auf dem Telefon verschlüsselt gespeichert. Erst wenn eine Person als infiziert bestätigt ist, kann sie freiwillig die Liste der gesammelten temporären IDs auf einen zentralen Server hochladen.

Die Ansätze unterscheiden sich darin, was im Infektionsfall im Detail geschieht, sowie in der Handhabung der temporären IDs. Die TraceTogether-App aus Singapur verwendet zum Beispiel das BlueTrace-Protokoll. 

In diesem Protokoll ist das Gesundheitsministerium von Singapur in der Lage die von Geräten ausgesendeten temporären IDs zu entschlüsseln und eindeutig einem Smartphone zuzuordnen. Dass sich Nutzerinnen und Nutzer in Singapur für TraceTogether mit ihrer Telefonnummer registrieren, schafft weitreichende Überwachungsmöglichkeiten, sofern der Zugriff auf den privaten Schlüssel des Gesundheitsministeriums nicht umfassend zum Beispiel gegenüber Strafverfolgungsbehörden geschützt ist.

Auf die Registrierung mit einer Telefonnummer soll in der europäischen Variante verzichtet werden. Stattdessen würde auf einem zentralen Server ein sogenannter Push Token für jede Installation der App vorgehalten. Mithilfe des Push Tokens können betroffene Kontaktpersonen informiert werden, ohne auf eine Telefonnummer zurückgreifen zu müssen. 

Wie anonym sind temporäre IDs?


Der zentrale Server muss für die Benachrichtigung von Kontaktpersonen jedoch in der Lage sein, aus den temporären IDs die dazugehörigen Push Token zu bestimmen. Der Vorschlag von Ulf Buermeyer, Matthias Bäcker und Johannes Abeler sieht dafür vor, dass die Geräte von Nutzerinnen und Nutzer ihre eigenen temporären IDs regelmäßig zu dem zentralen Server senden. So weiß der Server, welche temporäre ID zu welchem Push Token gehört.

Das könnte sich als Schwachpunkt erweisen: Wird einmal der Bezug einer temporären ID zu einer Person bekannt, so mutieren die anonymen Push Tokens zu einem eindeutig identifizierenden Merkmal. Ein Bezug kann zum Beispiel über die IP-Adresse hergestellt werden, die sich mit dem Server verbindet. Ein Bezug ergibt sich aber auch durch ein persönliches Treffen. Wollte jemand gezielt einen Kontakt zwischen zwei Personen – zum Beispiel zwischen einer Journalistin und ihrem mutmaßlichen Informanten – nachweisen, könnte die App dabei also hilfreich sein.

Unterschiedliche Gruppen arbeiten zurzeit an Lösungsvorschlägen für dieses Problem, zum Beispiel im Rahmen des Wir vs. Virus-Hackaton. Ob eine dieser Lösungen den Quellenschutz gefährdet oder nicht, hängt maßgeblich von den Details der Implementierung ab. Diese müssen frühzeitig durch die Veröffentlichung des Quellcodes transparent dokumentiert werden.
Mindestanforderungen im Detail

Bei Entwicklung unter Zeitdruck sind Sicherheitslücken oft vorprogrammiert. Aktuell wird dies an der Corona-App der deutschen Telekom deutlich, die es Hackern trotz Verschlüsselung erlaubt, die von einer Ärztin oder einem Arzt übermittelten Corona-Testergebnisse mitzulesen oder gar zu verfälschen. Umso wichtiger ist es, dass so wenige Daten wie möglich und nur so viele wie unbedingt nötig gespeichert werden.

Um eine unabhängige Prüfung zu ermöglichen und das notwendige öffentliche Vertrauen zu stärken, muss die Implementierung von Beginn an als Open-Source-Software veröffentlicht werden. Dies trifft genau so auf Änderungen an der App durch Software-Updates zu. Nur so lässt sich eine Bewertung und Diskussion durch unabhängige Expertinnen und Experten gewährleisten.

Ebenso müssen die gesammelten Daten strikt vor jeder anderen Nutzung durch Geheimdienste, andere Behörden oder Unternehmen geschützt werden. Klar benannte Löschfristen müssen essenzieller Bestandteil der Lösung sein. Dass auch sie keinen allumfassenden Schutz von Daten garantieren zeigte beispielsweise der Umgang der Berliner Polizei mit Daten aus ihrer zentralen Datenbank. Deshalb sollte die Einhaltung der festzulegenden Löschfristen und die tatsächliche Löschung der Daten durch eine unabhängige Stelle wie den Bundesdatenschutzbeauftragten überwacht werden.

Ebenso fordert Reporter ohne Grenzen ein Verbot der Nutzung der durch Corona-Apps ausgestrahlten IDs zu anderen Zwecken als zur Aufklärung von Infektionsketten. Anbieter mit kommerziellen Interessen verwenden schon heute Tracking-Geräte um anhand von Bluetooth und/oder WLAN-Signalen die Bewegungen von Kundinnen und Kunden in Geschäften und in der Öffentlichkeit zu verfolgen. Der Aufbau von privaten Datenbanken mit temporären IDs ist ein Sicherheitsrisiko und muss in jedem Fall verhindert werden.

Auch denkbare Erweiterungen einer App, zum Beispiel zur Kontrolle oder Überprüfung von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, müssen kategorisch ausgeschlossen sein.

Unabhängig davon, wie Pepp-PT-basierte Apps am Ende im Detail funktionieren, ist davon auszugehen, dass sie mit Sicherheitsrisiken verbunden sein werden. Diese Risiken müssen sorgfältig und transparent mit dem Nutzen der App abgewogen werden. Schon alleine das Aktivieren von Bluetooth stellt ein Sicherheitsrisiko dar; so gab es in den vergangenen Jahren mehrere Sicherheitslücken in Bezug auf Bluetooth wie zum Beispiel die BlueFrag-Sicherheitslücke aus diesem Jahr. Durch diese Sicherheitslücke konnten Angreifer Telefone unbemerkt auslesen oder Malware installieren. Ob Schutzmaßnahmen wie die Verwendung eines zweiten Telefons nur für die Tracking-App geeignet sind, diese Risiken zu reduzieren, wird sich erst beurteilen lassen, wenn Details veröffentlicht sind.

Deutschland steht auf Platz 13 von 180 Ländern auf der Rangliste der Pressefreiheit.


CORONA KRISE UND PRESSEFREIHEIT

Die massiven Grundrechtseinschränkungen in Deutschland im Zuge der Corona-Krise wirken sich auch auf die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten aus. Kontaktverbote und faktische Ausgangssperren erschweren Interviews, Recherchen und Drehs vor Ort. Viele Pressekonferenzen finden nur noch virtuell statt. Forderungen nach der Nutzung von Handy-Ortungsdaten wecken Sorgen vor neuen Formen der Datensammlung und Überwachung, die den journalistischen Quellenschutz gefährden könnten.

Noch komplizierter wird die Lage dadurch, dass Bund, Länder und Kommunen mit immer neuen Corona-Notverordnungen einen stetig wachsenden Flickenteppich an Regularien geschaffen haben. Reporter ohne Grenzen (RSF) hat deshalb die relevanten Gesetze, Verordnungen und Verfügungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Pressefreiheit durchgesehen und das Ergebnis als Tabelle zusammengestellt. Hier ist diese Übersicht ab sofort für Interessierte abrufbar und soll laufend aktualisiert werden.

Auch wenn RSF bislang keine gravierenden Corona-bedingten Einschränkungen der Pressefreiheit in Deutschland zu Ohren gekommen sind: Die Versuchung ist offensichtlich durchaus vorhanden, zum Beispiel das für viele Institutionen neue Format der Video-Pressekonferenz für eine restriktive Zulassung von Journalistenfragen zu nutzen oder nur vorab eingereichte Fragen anzunehmen. Auch Anzeichen für solche Fehlentwicklungen sollen künftig in die Übersicht einfließen.

REPORTER OHNE GRENZEN


ASSANGE DER FALL: AUSWIRKUNGEN GEGEN CORONA

Liebe Freundinnen und Freunde der Pressefreiheit,
herzlichen Dank, dass Sie unsere Petition für Julian Assange unterstützt haben. Mit Ihrer Unterzeichnung haben Sie ein wichtiges Zeichen für die Pressefreiheit gesetzt und uns in unserem Kampf gegen seine Auslieferung an die USA bestärkt.

Leider gibt es keine guten Neuigkeiten im Fall Julian Assange: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen auch vor den Toren des Belmarsh-Gefängnisses nicht Halt, in dem Assange seit mittlerweile einem Jahr inhaftiert ist. Am 25. März lehnte die zuständige Richterin einen Antrag der Verteidigung ab, ihn auf Kaution freizulassen. 

Die Anwälte hatten argumentiert, er sei in Haft besonders gefährdet, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, was für ihn aufgrund einer chronischen Lungenerkrankung lebensgefährlich wäre. Die Richterin entgegnete, die Pandemie sei kein Grund ihn freizulassen, da die britische Regierung sich bemühe, alle Gefangenen vor dem Virus zu schützen, und zudem weiter Fluchtgefahr bestehe.

Seit dem 24. Februar entscheidet das Gericht darüber, ob Großbritannien dem Auslieferungsersuchen der USA nachkommen soll. Die nächsten Gerichtstermine sind ab dem 18. Mai angesetzt. Am 7. April lehnte die Richterin auch den Antrag der Verteidigung ab, die Termine aufgrund der Corona-Pandemie zu verschieben. Die Anhörung soll also trotz der in Großbritannien aktuell herrschenden Ausgangssperre stattfinden, möglicherweise komplett per Videokonferenz.

In der ersten Anhörungswoche vom 24. bis 27. Februar waren wir von Reporter ohne Grenzen täglich als Prozessbeobachter im Gerichtssaal. Auch unter den derzeitigen Bedingungen werden wir alles daran setzen, Julian Assange weiter zu unterstützen. Über die neuesten Entwicklungen halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden – auf unserer Webseite sowie auf Twitter, Facebook und Instagram.

Damit wir Julian Assange und andere Medienschaffende in Notlagen auch weiterhin unterstützen können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns, zum Beispiel indem Sie Mitglied von Reporter ohne Grenzen werden oder für unsere Arbeit spenden. Vielen Dank dafür!

Wir wünschen auch Ihnen in dieser schwierigen Zeit alles Gute – bleiben Sie gesund!

REPORTER OHNE GRENZEN



© picture alliance/Ulrich Baumgarten

CORONAVIRUS ARGENTINA: COMPLETO INFORME DEUTSCHE WELLE

Argentina cumplirá este viernes tres semanas de cuarentena por el coronavirus y eso se palpa en los 1.500 kilómetros que separan a Buenos Aires, en el este, sobre el Río de la Plata, con San Salvador de Jujuy, la capital provincial más boreal del país, al oeste, no muy lejos de los Andes. En el camino casi no se ven coches. Solo pueden movilizarse los trabajadores de sectores esenciales. Hay camiones que transportan sobre todo alimentos, pero también bebidas, productos de higiene o combustible. Se han multiplicado los controles policiales.

Al partir de la capital argentina, ya en territorio de la provincia de Buenos Aires, un retén de la Gendarmería Nacional pregunta por el destino final del viaje. Después vendrá la provincia de Santa Fe, sin vigilancia en las rutas. Allí está Rosario, tercera ciudad en población de la Argentina. Antes de entrar, la fábrica de General Motors, llenas de coches estacionados sin vender. Pero algunos allí trabajan: se han puesto en contacto con un equipo de la Universidad de Rosario para fabricar respiradores.

En la avenida de circunvalación de Rosario, largas caravanas de camiones detenidos esperan llegar a los principales puertos de exportación de granos de esta potencia agrícola. En pleno brote ocurre la cosecha de soja y maíz, los dos principales cultivos de Argentina, y su transporte desde el norte y el centro del país a los buques o a las fábricas de aceites y harinas, también concentradas en Rosario.


Los trabajadores aceiteros acaban de recibir una paga extra por operar en plena pandemia. El año pasado llegaron aquí 2,3 millones de camiones con granos, según la Bolsa de Comercio de la ciudad. En 2020 serán un poco menos por la menor cosecha. Pero existe el temor de que la zona se convierta en un foco de contagio entre transportistas de diversas provincias y tripulaciones que vienen de todo el mundo, aunque permanezcan en sus barcos.

Sin los pies en el asfalto

"Al camionero se le pide que casi no baje del camión", explica el director de estudios económicos de la Bolsa de Comercio de Rosario, Julio Calzada. "Los acopiadores les dan alcohol en gel y comida y les piden que solo lo bajen al descargar en el puerto. Se les pide que no contacten con nadie y no vayan a los baños del puerto", agrega Calzada. Los camioneros tienen por costumbre bajarse a conversar y compartir mate (infusión) con sus colegas mientras esperan en Rosario, pero ahora casi no se los ven con los pies en el asfalto.

A lo largo de Santa Fe, hay pueblos con barricadas para evitar ingresos y campos en plena cosecha y con granos guardados en silobolsas (bolsas de plásticos que reemplazan a los antiguos silos metálicos). Por la caída de las cotizaciones internacionales de la soja ante la crisis mundial del coronavirus y la previa convocatoria de acreedores de la principal exportadora agrícola de Argentina, Vicentín, muchos agricultores guardan allí la oleaginosa a la espera de un mejor momento para venderla. Por algo se ha duplicado el precio de los silobolsas.

En el límite entre Santa Fe y Santiago del Estero hay dos pueblos que llevan una semana más de cuarentena que el resto de Argentina: Ceres y Selva, respectivamente. Es que un santiagueño de 27 años que venía de visitar a su novia en la provincia argentina de Córdoba se contagió el coronavirus de ella, recién llegada de España, pero organizó un asado (barbacoa) con 18 amigos de uno y otro pueblo. Apenas el padre del joven se lo contó al intendente (alcalde) de Selva, Enrique Bertolino, este dictó el confinamiento. Al rato se sumó Ceres. Pero en ambos pueblos solo se contagió el primo del muchacho. Ambos siguen recuperándose en sus casas.

"Es mejor equivocarse por exceso"

"Es muy feo estar encerrado y muchos ni saben por qué. Por eso ayuda que informemos", cuenta el intendente de Selva, donde los almacenes y las farmacias están abiertas solo hasta las 14 para que nadie circule después de esa hora. Solo los agricultores y ganaderos pueden movilizarse hasta las 16. "Los argentinos somos un poco rebeldes, pero la cuarentena se cumple en Selva. 

Los comercios han conservado sus precios. Los carniceros los bajaron 30%, en parte con fondos de los productores agropecuarios, que también han donado leche para las familias que lo necesitan. Hay gente que pide por favor que reabrir sus comercios (no esenciales). 

Ahora nos estamos organizando con la cosecha de soja para desinfectar los camiones y que los camioneros que vienen de otras regiones no se bajen del camión. La provincia reparte bolsones de comida, sobre todo a los que perdieron su ingreso diario (trabajadores informales). 

Hay que contener a los jóvenes y a los chicos que quieren salir a jugar a la pelota, a las madres para que les enseñen en sus casas. Pero estamos optimistas, es mejor equivocarse por exceso, pero creo que no exageramos", concluye Bertolino.

En las provincias de Santiago del Estero y Salta se intensifican los controles de los policías, que piden nombre, apellido, domicilio y teléfono de los conductores. Algunos uniformados reconocen que algunos cumplen el confinamiento y otros no. Son los jóvenes que van en moto de aquí para allá o una pareja que sale a pasear en la soledad de la ruta.

Cuidados estrictos en la provincia de Jujuy

Al llegar a Jujuy aumenta el celo. La Policía no solo exige los datos personales, sino que obliga a bajarse del automóvil para que una enfermera tome la temperatura de los pasajeros. El gobernador jujeño, Gerardo Morales, se ha distinguido por su celo contra la COVID-19. Solo hay cinco contagiados y ningún muerto, frente a un total nacional de 1.715 y 60, respectivamente. 

Jujuy es una de las provincias de peores finanzas y, por tanto, con más dificultades para enfrentar la pandemia. Fue la primera que suspendió las clases escolares, el 12 de marzo, antes que el 16 lo hiciera el Gobierno de Alberto Fernández en el resto del país. La semana pasada, el gobernador amenazó con aplicar test de COVID-19 a todos los que ingresaran a la provincia. No lo ha aplicado aún y hay dudas sobre el financiamiento y la viabilidad de su idea en un mundo que se pelea por comprar mecanismos de prueba.

Jujuy se sumará a las tres provincias argentinas donde ya rige el uso obligatorio de barbijo (Catamarca, La Rioja y Misiones). El lunes se agregarán Salta y Santiago del Estero. Un total de seis sobre 23 provincias. En lo que también se ha distinguido Jujuy es en enviar la semana pasada a Buenos Aires un bus con 61 personas, extranjeros en su mayoría. 

El gobernador declaró que los había mandado con acuerdo de las embajadas de sus respectivos países para facilitar su repatriación, pero las de Colombia y Perú lo negaron. Polémicas diplomáticas en medio de la cuarentena argentina, de oeste a este.

Vídeo (C) DW 


Calles casi vacías en Palermo, Buenos Aires.

Argentinien Buenos Aires Coronavirus | Leere Straßen (picture-alliance/dpa/telam)

Camiones esperan en Rosario

Argentinien Coronavirus Quarantäne (DW/A. Rebossio)

Selva, los pioneros de la cuarentena

Argentinien Coronavirus Quarantäne (DW/A. Rebossio)

ALEMANIA: ESPERA ALIVIAR LAS MEDIDAS TRAS SEMANA SANTA

Juan Carlos Barrena.- El ministro federal de Sanidad, Jens Spahn, considera posible comenzar a aliviar las restricciones dictadas para frenar la epidemia de coronavirus después de Semana Santa. En el número de infecciones se observa una «tendencia positiva» que debe aún desarrollarse más, señala el ministro en declaraciones al rotativo Handelsbatt. 

Una condición para dar los primeros pasos hacia la normalidad es que la población continúe respetando el dictado de guardar distancias y otras limitaciones sociales más allá de los días festivos, añade Spahn. El ministro comenta que, si el desarrollo positivo en el número de infectados se mantiene, el gobierno de Berlín abordará con los primeros ministros de los 16 estados federados dar «pasos hacia un paulatino retorno a la normalidad tras las vacaciones de Pascua». 

Spahn deja claro, sin embargo, que pasará aun largo tiempo antes de que grandes concentraciones de personas, como los partidos de fútbol, vuelvan a ser autorizadas.

El presidente del Consejo Central de los Musulmanes en Alemania, Aiman Mazyek, da por sentado que las mezquitas permanecerán cerradas con motivo del comienzo del Ramadán, el mes de ayuno anual de quienes profesan el islam como religión. 

«Todavía es temprano para especular acerca del ramadán, pero es de temer que tendremos que mantener cerradas las mezquitas por lo menos durante una parte del mes santo», señala Mazyek en declaraciones al grupo de medios Funke. La asociación musulmana alemana Ditlib aconseja a las personas de su religión que pertenecen a los grupos de riesgo que se reserven y no sigan los preceptos de ayuno para no arriesgar su salud ante la epidemia de coronavirus. 

«Este año aconsejamos a quienes se sienten sanos, pero que pertenecen a los llamados grupos de riesgo y no se consideran suficientemente en forma forma, que renuncien al ayuno. La salud es prioritaria», dijo el secretario general de Ditlib, Abdurrahman Atasoy.

La compañía aérea alemana Lufthansa, la mayor de Europa, pierde millones por goteo debido a la suspensión de sus actividades por la epidemia de coronavirus. «Perdemos por hora un millón de euros de nuestras reservas de liquidez», afirma el presidente de la compañía, Carsten Spohr. 

La aerolínea transporta actualmente a diario no más de 3.000 pasajeros, frente a los 350.000 jornada normal. «No podremos sobrevivir a esta crisis cada vez más larga sin ayudas estatales», revela Spohr en declaraciones a la prensa. Comenta que la pandemia es el mayor reto en la historia de la aerolínea, que se ha visto obligada a aplicar un ERTE a la mayoría de sus 135.000 empleados.

La organización humanitaria alemana Oxfam calcula que unos 500 millones de personas en el mundo podrían verse sumidas en la pobreza debido a la epidemia de Covid-19. «La crisis económica que se extiende rápidamente es mucho más grave que la crisis financiera global de 2008», señala la organización en un informe. 

Este destaca que por primera vez desde el año 1900 podría producirse un aumento mundial de la pobreza. En el peor de los casos, la gente que vive en extrema pobreza y dispone de 1,90 dólares o menos diarios para subsistir podría aumentar de los 434 millones actuales a 922 millones. La gentes que dispone de menos de 5,50 dólares diarios aumentaría en 538 millones de personas hasta más de 4.000 millones.

El Tribunal Superior Administrativo de Berlín-Brandeburgo ha confirmado la prohibición de celebrar misas y otros oficios religiosos y el cierre de las iglesias por la epidemia de coronavirus. Los jueces rechazaron así una denuncia del Círculo católico de amigos San Felipe Neri, que pretendía celebrar la Semana Santa con oficios en los que se guardara la adecuada distancia entre los fieles y se registrara el nombre de los asistentes de manera preventiva. El tribunal subrayó que las medidas restrictivas dictadas por el gobierno son las apropiadas para evitar una extensión de la epidemia y señaló que estas no atentan contra la libertad de religión.

FOTO: La policía municipal bloquea el acceso a la calle de los Cerezos en Flor de Bonn para evitar la entrada de turistas / EFE

La policía municipal bloquea el acceso a la calle de los Cerezos en Flor de Bonn para evitar la entrada de turistas/EFE

CORONAVIRUS DRÜCKT IM FEBUAR DEUTSCHEN AUSSENHANDEL MIT CHINA

Die deutschen Exporte in die durch das Coronavirus anfangs besonders betroffene Volksrepublik China sind im Februar kräftig gesunken. Sie fielen um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 6,8 Milliarden Euro, wie das Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Die Importe aus China sanken noch stärker, nämlich um zwölf Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. China ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner Deutschlands.

Insgesamt exportierten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 109,3 Milliarden Euro in die Welt. Das ist ein leichter Rückgang von 0,4 Prozent zum Februar 2019. Kalender- und saisonbereinigt kletterten die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent, während die Importe um 1,6 Prozent fielen.

Die Coronavirus-Krise dürfte bei der exportlastigen Wirtschaft im März und im April für einen massiven Einbruch gesorgt haben. Die gesamte Wirtschaft steht 2020 vor einer tiefen Rezession.

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ÖLPREISE STEIGEN KRÄFTIG

Ölpreise steigen kräftig - Hoffnung auf Produktionskürzung durch OPEC-Förderländer

Von Gina Lee.- Der Ölpreis nahm den Schwung der vorangegangenen Sitzung mit und baute seine Gewinne am Donnerstag vor der OPEC-Videokonferenz aus. Ölmarktbeobachter setzen auf einen Waffenstillstand im Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien.

Russland sagte über Nacht, dass man bereit sei, die Förderung um etwa 1,6 Millionen Barrel täglich oder 15% zu reduzieren. Die Ankündigung ließ das US-Rohöl der Sorte WTI um 12% in die Höhe schießen. Die Preise der Nordseeorte Brent erhöhten sich um 2,62% auf 33,7 Dollar. Für US-Leichtöl der Sorte WTI ging es um 3,71% nach oben auf 26,02 Dollar.

Da die Ölindustrie weiterhin mit einer Angebotsschwemme zu kämpfen hat und die COVID-19-Pandemie die Nachfrage einbrechen lässt, kommt die Erklärung Russlands zum richtigen Zeitpunkt. Die Energy Information Administration (EIA) teilte gestern mit, dass die US-Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 3. April um 15,2 Millionen Barrel gestiegen seien. Analysten hatten mit einem Anstieg von nur 9,37 Millionen Barrel gerechnet.

Das American Petroleum Institute (API) schätzte am Dienstag ebenfalls einen Anstieg der Rohöllagerbestände von 11,9 Millionen Barrel. Die Investoren warten nun ab, ob Russland bei der Videokonferenz der OPEC+ im Laufe des Tages sein Wort halten wird.

"Das außerordentliche Treffen der Förderländer ist die einzige Hoffnung am Horizont für den Ölmarkt, das einen totalen Preiseinbruch und Produktionsstilllegungen verhindern könnte", sagte Bjornar Tonhaugen, Leiter Ölmärkte bei Rystad Energy, gegenüber CNBC.

"Im Moment sind die Preise so volatil, dass jede Nachricht oder jedes Gerücht über die Richtung der Verhandlungen sie [die Preise] in beide Richtungen bewegen könnte. Wie man in den letzten Tagen gesehen hat, sind Preisausschläge zwischen Gewinnen und Verlusten und zurück in solchen Zeiten nicht ungewöhnlich", fügte er hinzu.

"Die OPEC+ versucht mit aller Macht, eine beträchtliche Produktionskürzung zusammenzuschustern, weil man krampfhaft eine Erholung der Ölpreise anstrebt", sagte John Kilduff von Again Capital gegenüber CNBC.

"Das Treffen der OPEC stellt einen entscheidenden Moment für den Ölmarkt dar. Es ist nahezu unmöglich, eine Produktionskürzung um 10 Millionen Barrel pro Tag zu quantifizieren, was das zur Stabilisierung der Ölmärkte erforderliche Minimum darstellt. Ich erwarte einen bitteren Tag für die OPEC+", fügte er hinzu.


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DEUTSCHLAND: Kabinett beschließt Aufnahme von 50 Flüchtlingskindern

Die Bundesregierung hat die Aufnahme von bis zu 50 unbegleiteten Kindern und Jugendlichen aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln beschlossen. Das Kabinett habe am Mittwoch grünes Licht für die am Vortag vom Innenministerium mit den Experten von Union und SPD erzielte Einigung gegeben, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen. 

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Dienstagabend von "einem ersten Schritt" gesprochen. Der Transfer der Minderjährigen soll nach Angaben seines Ministeriums nach Möglichkeit in der kommenden Woche beginnen. Koordiniert werde der Prozess von der EU-Kommission im Rahmen einer europäischen Lösung.

Die Kinder und Jugendlichen sollen nach ihrer Ankunft in Deutschland zentral in eine zweiwöchige Quarantäne kommen, um sicherzustellen, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Dann werden sie auf die Bundesländer verteilt. Auch Luxemburg will zwölf unbegleitete Minderjährige aufnehmen. 

Insgesamt hatten sich zehn EU-Staaten zur Aufnahme von Kindern bereiterklärt. Die Bundesregierung äußerte die Erwartung, dass alle Länder ihre Zusage auch einhalten. Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD hatte sich vor einem Monat darauf verständigt, auf europäischer Ebene über eine humanitäre Lösung zur Aufnahme von Kindern zu verhandeln, die entweder schwer erkrankt oder unbegleitet und jünger als 14 Jahre alt sind.

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Bundesentwicklungsminister warnt vor Hunderten Toten in Flüchtlingslager Moria

In einem dramatischen Appell hat Entwicklungsminister Gerd Müller die Schließung des Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos gefordert. "Bricht morgen das (Corona)-Virus im Camp aus, wird es Hunderte von Toten fordern", warnte der CSU-Minister am Mittwoch in Berlin. 

Deshalb müsse die EU das Lager in der jetzigen Form unbedingt auflösen, man könne nicht erneut sechs Monate warten. Unter den 15.000 Flüchtlingen und Migranten befänden sich mindestens 10.000 Kinder. Das Camp sei nur für 3000 Personen ausgelegt. 

Müller äußerte sich empört darüber, dass in der EU ein Flüchtlingslager geduldet werde, dessen Standards schlechter sei als Lager in Nahost-Staaten. "Jeder macht sich schuldig, wer jetzt nicht handelt", sagte er. Die reiche EU müsse schaffen, ein Flüchtlingscamp innerhalb Europas auf einen internationalen Standard zu bringen.

Die Lösung für Moria liege auch nicht darin, jetzt bis zu 1500 Menschen in anderen EU-Staaten aufzunehmen, betonte Müller. Das Bundeskabinett hatte zuvor beschlossen, 50 unbegleitete Kinder und Jugendliche nach Deutschland zu bringen. Insgesamt will Deutschland 300 bis 500 Kinder aufnehmen, erklärten Auswärtiges Amt und Innenministerium übereinstimmend. Auch Luxemburg will zwölf unbegleitete Minderjährige aufnehmen. 

Insgesamt hatten sich zehn EU-Staaten zur Aufnahme von Kindern bereiterklärt - die anderen 17 weigern sich. Der Prozess soll von der EU koordiniert werden. Das Innenministerium begründete die niedrige Zahl von 50 damit, dass derzeit keine weiteren fertigen Dossiers über Jugendliche vorlägen seitens Griechenlands und des UNHCR.

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DEUTSCHLAND: MERZFORDERT BESSERE KAPITALAUSSTATTUNG DER INDUSTRIE

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, fordert im Zuge der Corona-Krise zur Stärkung der Wirtschaft eine bessere Kapitalausstattung der Industrie. "Entscheidend wird die Ausstattung der Unternehmen mit einer ausreichenden Eigenkapitalbasis sein", sagte Merz der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. 

"Wir sollten den Fehler nicht wiederholen, den wir in Europa nach der Finanzkrise mit unseren Banken gemacht haben: Wir haben sie zwar gerettet, aber sie sind nicht mit genügend Eigenkapital ausgestattet." Die Kapitalbasis der Unternehmen werde eine wesentliche Stellschraube sein, um sie für die Zukunft wettbewerbsfähig zu halten.

Als Beispiel nannte Merz die US-Banken: "In Amerika wurden die Banken in der Krise zwangskapitalisiert." Im Ergebnis seien die US-Banken seitdem stärker denn je und die europäischen Banken fänden bis heute den Anschluss nicht. 

"Das darf uns bei der Industrie nicht passieren. Vielen Unternehmen werden die Darlehen langfristig nicht helfen. Sie brauchen eine starke Kapitalausstattung." Man solle "an dieser Stelle" nicht nur national denken, sondern auch europäisch. "Eine solche Krise ist auch die Chance, über größere Unternehmen, größere Einheiten, in Europa nachzudenken - besonders in der Digitalindustrie. Im Vergleich zu den USA haben wir zu wenige große europäische Digital-Unternehmen."

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81% DER ARBEITNEHMER WELWEIT VON LOCKDOWN -FOLGEN BETROFFEN

Die Internationale Arbeitsorganisation IAO (oder englisch ILO) geht davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie katastrophale Folgen für die Arbeitnehmer weltweit haben wird. Viele Menschen werden weniger Geld haben, weil sie ihren Arbeitsplatz verlieren oder weniger.

Der Generaldirektor der IAO, Guy Ryder, erklärt: "2008/2009 haben wir weltweit etwa 22 Millionen Arbeitsplätze verloren. Unsere Prognose für die nächsten drei Monate, für das zweite Quartal des Jahres, lautet, dass wir weltweit etwa 195 Millionen Arbeitsplätze verlieren werden."

Von den vollständigen oder teilweisen Shutdowns sind derzeit fast 2,7 Milliarden Arbeitnehmer betroffen, das sind etwa 81 Prozent der Arbeiterschaft weltweit.

Jedes europäische Land macht sein eigenes Ding.

Guy Ryder Generaldirektor der IAO sagt weiter: "Ich denke, wir erleben, dass jedes europäische Land sein eigenes Ding macht, und wir sehen einige interessante Initiativen. Aber bis jetzt, und ich glaube, die meisten europäischen Staats- und Regierungschefs würden dem zustimmen, hat Europa, wie auch in anderen Fragen, mit denen wir uns in den letzten Monaten befassen mussten, Schwierigkeiten, sich auf eine einheitliche Strategie zu einigen."

Die IAO fordert schnelle und entschiedene Schritte im Interesse der Arbeitnehmer, um den Kollaps von kleinen und größeren Unternehmen zu verhindern.

EURONEWS

81 % der Arbeitnehmer weltweit von Lockdown-Folgen betroffen

MÄRKTE: ANLEGER IN JAPAN GEHEN IN DECKUNG

Nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen in Japan haben sich Anleger zurückgezogen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index. N225 verlor am Donnerstag bis Mittag 0,4 Prozent auf 19.265 Punkte. 

Der breiter gefasste Topix-Index. TOPX gab 0,9 Prozent nach auf 1412 Zähler. Am Mittwoch hatten die Behörden 503 Neuinfektionen verzeichnet. Es war der bislang stärkste Anstieg binnen eines Tages.

Im asiatischen Devisenhandel legte der Dollar 0,1 Prozent zu auf 108,81 Yen JPY= . Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9718 Franken CHF= . Der Euro EUR= bewegte sich ebenfalls kaum. Er kostete 1,0855 Dollar.

REUTERS

© Reuters.

miércoles, 8 de abril de 2020

ESTUDIO COELLO: ¿QUIÉN INVENTÓ EL COVID-19?

Hans-Peter Firbas.- El Doctor Andrés Coello Cruz, abogado y fundador del Estudio Coello & Asociados, ubicado en Lima, Perú, analiza la situación del coronavirus en el mundo tomándolo desde su raíz, es decir,  los motivos de su aparición y el descubrimiento del responsable del nacimiento de esta pandemia, que no sólo está asesinando a miles de personas, sino también será culpable de daño colateral en la economía mundial. Ni hablar de las consecuencias en las libertades individuales esenciales de nosotros y en las violaciones de los Derechos Humanos en las poblaciones más pobres, quienes no son atendidas en sus mínimos requerimientos de salud, alimentación, vivienda, seguridad, entre otros.

Escuchemos el análisis histórico-político que ayuda mucho a un conocimiento global del problema. No por casualidad es mi abogado y asesor hace más de 36 años.





martes, 7 de abril de 2020

MÉXICO: NUEVA DESAPARICIÓN DE PERIODISTA

La Fiscalía General de Justicia de Guerrero, un estado ubicado al suroeste de México, reportó la desaparición de Víctor Fernando Álvarez Chávez, un periodista de 50 años que es editor y director general del portal Punto x Punto.

De acuerdo con la ficha de búsqueda distribuida por las autoridades, Álvarez Chávez, quien fue visto por última vez el 2 de abril, mide 1,50 metros, tiene ojos pequeños de color café oscuro, cabello corto, lacio, pintado de negro y con indicios de calvicie, y como seña particular presenta un lunar parecido a una verruga en la mejilla derecha.

Su hijo Alejandro Álvarez, por su parte, afirmó en una serie de mensajes publicados en las redes sociales que su padre vestía una camisa azul y pantalón y zapatos negros el día que desapareció sin dejar ningún mensaje a su familia.

Artículo 19, una organización internacional abocada a la defensa de la libertad de expresión y el derecho a la información, aseguró que, días antes de su desaparición, el periodista había sido amenazado por presuntos criminales. Por esa razón, exigieron a la Comisión Nacional de Búsqueda y a las autoridades de Guerrero que pongan en marcha el Protocolo Homologado de Búsqueda de Personas Desaparecidas para garantizar su localización con vida.

La Comisión Nacional de Derechos Humanos reveló en un informe presentado el año pasado que Guerrero es el estado más peligroso para los periodistas en México, ya que desde el año 2000 en esta entidad han sido asesinados 17 trabajadores, cifra sólo superada por las 23 víctimas registradas en Veracruz.

En las últimas dos décadas se han cometido más de 150 homicidios de periodistas en México, la mayoría de ellos registrados a partir de 2006, cuando el expresidente Felipe Calderón declaró la guerra contra el narcotráfico.

ARTICLE 19 tiene conocimiento de la desaparición del periodista Víctor Fernando Álvarez Chávez, editor y director general del medio digital Punto x Punto Noticias, quien fuera amenazado días antes por la delincuencia organizada en el puerto de Acapulco. 

Por eso organizaciones como Artículo 19, Reporteros sin Frontera y Naciones Unidas han denunciado de manera recurrente que México es el país más peligroso para ejercer el periodismo en América Latina, mientras que a nivel mundial solo es superado en número de víctimas de la prensa en Siria.

Este año ya han sido asesinados los periodistas María Elena Ferral, en Veracruz, y Fidel Ávila Gómez, en Michoacán, pero la organización mexicana Periodistas de a Pie ya documentó 59 agresiones a trabajadores de prensa en todo el país durante los dos primeros meses del año, las cuales incluyen intimidación, agresión física, amenaza, agresiones verbales, detenciones arbitrarias, descrédito, bloqueos informativos, censura, denuncia penal, violencia institucional y laboral, robo de equipo de trabajo, intimidación, ataques cibernéticos, campaña de desprestigio y hostigamiento.

RT

Desaparece periodista Víctor Álvarez en Acapulco, Guerrero

CUBA: CORONAVIRUS Y LA PRESIÓN CONTRA LA PRENSA

El Relator Especial para la Libertad de Expresión de la Comisión Interamericana de Derechos Humanos (adscrita a la OEA), Edison Lanza, alertó el sábado en un twit que en Cuba las autoridades utilizan el COVID-19 para intimidar a los periodistas que trabajan para medios independientes.

Al respecto, el comunicador habanero Yoe Suárez declaró a Radio Televisión Martí lo reconfortante que resulta saber que organismos garantes de los derechos fundamentales estén siguiendo “esta escalada de agresiones”.

“Agradezco por fijarse en lo que está ocurriendo con el periodismo independiente cubano”, señaló, y más adelante agregó que el gesto de Lanza se suma al de otras organizaciones las cuales “han estado abogando porque el régimen lo deje en paz a él y a su familia”.

“Entre ellas, Aeropago Protestante, una entidad jurídica y mediática española y el Instituto Prensa y Sociedad, con sede en Lima, Perú”, dijo el comunicador. También Lázaro Bruzón Batista, Gran Maestro de ajedrez cubano, residente en los Estados Unidos, le envió un mensaje por Facebook al periodista, resaltando “su respeto y admiración”.

Suárez fue citado dos veces en una semana a la unidad de Siboney en Playa. “Lo han hecho dos veces contra mí y dos contra mi madre. El capitán Jorge, de la Contrainteligencia, insistió que mi trabajo como reportero en Diario de Cuba es pernicioso y antiético; sin embargo no ha leído mis textos”.

Durante la “entrevista” el oficial del MININT aseguró no importarle si un periodista trabaja para el medio que sea, “siempre que lo haga bajo la cobertura de la Seguridad del Estado” y advirtió que “tiene el poder de hacerme quedar como un agente”, relató Suárez.

“Luego mencionó nombres de personas que conozco, pasó de denigrarlos como consumidores de drogas, bajo nivel escolar o simples envidiosos, a sugerir que eran informantes. Cuando le dije que un signo de hombría me parecía no hablar de quien no está presente, perdió la compostura”, dijo Suárez.

Por otra parte, un miembro de la policía política amenazó el sábado durante un interrogatorio en la estación de Aguilera, municipio Diez de Octubre en La Habana, al ensayista y periodista Waldo Fernández Cuenca con procesarlo por no estar "vinculado laboralmente", en una alusión velada a la Ley de Peligrosidad Social Predelictiva con la que han amenazado a otros informadores.

“El agente Alex me dijo que mi trabajo es ilegal, que estoy haciendo la labor del enemigo, que no tengo vinculación laboral, que eso es un delito y fue muy categórico cuando afirmó que yo voy a continuar regulado y no me van a dejar viajar al exterior a recibir talleres de entrenamiento”, señaló Fernández Cuenca.

La policía política ya había “conversado” antes con el hermano del reportero, quien “no tiene vínculos con la oposición, ni con la prensa independiente”, aseguró Fernández Cuenca. El autor del libro “La Imposición del Silencio” se refirió además al papel fundamental de las organizaciones internacionales de defensa de los derechos humanos.

“Son una barrera de contención de mayor represión hacia nosotros, que hacemos nuestra tarea en unas condiciones muy difíciles. Toda solidaridad siempre será poca contra el régimen”, concluyó.

A pesar de que las autoridades de salud de la isla han instado a la población a no salir a la calle y a evadir los grupos, la Seguridad del Estado no ha cesado sus citaciones a estaciones policiales a comunicadores independientes y opositores. Entretanto, el viernes pasado, Amnistía Internacional pidió al régimen cubano la libertad de Roberto Quiñones, periodista independiente que escribe para Cubanet.

radiotelevisionmarti.com

El relator especial para la Libertad de Expresión de la Comisión Interamericana de Derechos Humanos, Edison Lanza. (Archivo)

SIP SALUDA A PERIODISTAS BRASILEÑOS EN SU DÍA

Los periodistas de Brasil celebran el 7 de abril el "Día del Periodista" en una compleja situación que afecta su desempeño. Según el informe de la Sociedad Interamericana de Prensa (SIP) sobre libertad de prensa, en este semestre se observó un incremento de acciones hostiles a través de las redes sociales contra periodistas, al tiempo que el presidente Jair Bolsonaro instó al sector privado a dejar de anunciarse en los medios de comunicación y sugirió a los ciudadanos a no suscribirse a las publicaciones.

La SIP recordó al Estado (en una resolución ) su responsabilidad de investigar con prontitud y sancionar con severidad a los responsables de los asesinatos contra periodistas. A continuación, el reporte semestral - informe de Brasil - sobre libertad de prensa.

"Los últimos seis meses han estado marcados por un aumento creciente de ataques virtuales contra periodistas y empresas periodísticas en las redes sociales. Es una situación que, lamentablemente, se ha consolidado durante los últimos años y que es contraria a la libertad de prensa. Una encuesta realizada por la empresa Bites, que monitorea datos digitales, muestra que en 2019 los medios profesionales sufrieron casi 11 mil ataques diarios a través de las redes sociales, lo que representa siete ataques por minuto.

Son publicaciones con palabras soeces o expresiones que intentan desacreditar el trabajo de la prensa, producidas por perfiles y sitios web con cierto sesgo ideológico. A lo largo de 2019, la suma de los ataques resultó en aproximadamente 4 millones de publicaciones negativas contra la prensa, lo que equivale al 10 por ciento de toda la producción en el área de comunicación profesional.

Aunque los ataques virtuales al periodismo profesional se originan en todo el espectro político del país, se evidencia que la mayor preponderancia la tienen publicaciones de la derecha. En esta ofensiva se destaca la actuación del presidente Jair Bolsonaro y sus seguidores. Además de las redes sociales, el presidente a menudo emplea discursos y entrevistas para descalificar a periodistas y empresas periodísticas.

El presidente adoptó la costumbre de abandonar la residencia oficial del Palácio da Alvorada mientras acusa y provoca a periodistas. En estas ocasiones, el comportamiento del presidente alienta a sus partidarios, que se manifiestan diariamente en el lugar, a que también ataquen verbalmente a los periodistas.

El jefe de Gobierno trata como enemigos a los medios de comunicación que publican reportajes o análisis negativos sobre su gobierno. En varias ocasiones, el presidente Bolsonaro ha recomendado a los sectores empresariales que no realicen inversiones publicitarias en estos medios de comunicación, y ha sugerido a los ciudadanos que no se suscriban a las publicaciones que considera enemigas.

El 21 de noviembre, los militantes y simpatizantes del presidente Bolsonaro hostigaron a los periodistas en el primer evento del partido Alianza por Brasil, en Brasilia, y lanzaron improperios como "basura", "izquierdistas" y "raza impura".

Paralelamente a esta ofensiva oficial contra la prensa, continúan los casos de violencia física contra periodistas, estimulados por la ineficiencia de las autoridades policiales y el poder judicial para identificar y castigar a los culpables.

El 9 de enero, la Policía Militar de São Paulo obstaculizó el trabajo del reportero Arthur Stabile, del sitio Ponte Jornalismo, y del reportero fotográfico Lucas Martins, del sitio Jornalistas Livres, cuando grababan ataques contra los manifestantes del Movimento Passe-Livre (MPL), en la Praça da Sé, en el centro de São Paulo; que en la ocasión el reportero fotográfico Daniel Teixeira, del periódico O Estado de S. Paulo, recibió un bastonazo en las costillas.

El 21 de enero, la Oficina del Fiscal Federal (MPF) presentó una queja contra el periodista Glenn Greenwald por asociación criminal para la invasión de equipos de comunicación e interceptación ilegal de comunicaciones. En respuesta, el 24 de enero, entidades nacionales e internacionales enviaron una carta abierta a las autoridades brasileñas, caracterizando la denuncia como un "abuso de poder".

El 18 de febrero, el presidente Bolsonaro profirió insultos de carácter sexual contra la reportera de Folha de S. Paulo, Patrícia Campos Mello, al reproducir información sobre un testimonio en el IPC dedicado al tema de las Fake News.

La periodista Vera Magalhães, de TV Cultura y de O Estado de São Paulo, fue víctima de doxxing (exposición de datos personales) y la creación de un perfil falso en una red social, después de haber revelado el 25 de febrero, en el sitio web BR Político, que el presidente Bolsonaro había enviado mensajes de apoyo a un acto contra el Congreso Nacional a través de su aplicación privada de WhatsApp.

El 6 de marzo, 17 entidades de la sociedad civil brasileña denunciaron al gobierno de Bolsonaro en la 175ª audiencia temática de la Comisión Interamericana de Derechos Humanos (CIDH), celebrada en Haití, por violaciones sistemáticas de la libertad de expresión en el país, ataques a la prensa, censura de las libertades artística y cultural, sofocación de espacios para la participación social y acceso a la información pública.

El 16 de marzo, el Ministerio Público Federal (MPF) acusó a seis personas por el asesinato del periodista Vladimir Herzog cometido hace 45 años. Herzog, director de periodismo de TV Cultura y responsable del noticiero de televisión "Hora da Notícias", fue arrestado, interrogado, torturado y asesinado por agentes de la dictadura militar el 25 de octubre de 1975.

El MPF acusó al jefe de comando de la 2ª Sección del Estado Mayor del II Ejército, José Barros Paes; el comandante DOI-Codi, Audir Santos Maciel; y el ex agente de la unidad Altair Casadei. Los forenses Harry Shibata y Arildo de Toledo y el fiscal militar Durval Moura Araújo también fueron acusados.

La Corte Interamericana de Derechos Humanos condenó a Brasil por negligencia en la investigación y el enjuiciamiento del caso en marzo de 2018.

El informe sobre violencia contra mujeres periodistas en Brasil, realizado por ABRAJI, identificó 20 ataques contra comunicadores entre enero de 2019 y febrero de 2020, incluidos delitos misóginos y sexistas, desacreditación del trabajo y exposición de información personal; de los 17 casos registrados en 2019, 13 fueron perpetrados por diputados federales y estatales, ministros y el propio presidente Bolsonaro y, hasta febrero de 2020, hubo tres ataques perpetrados por políticos."

SIP: CONDENA ASESINATO DE NUEVE PERIODISTAS

La Sociedad Interamericana de Prensa (SIP) condenó el asesinato de nueve periodistas este último semestre en México, Honduras, Guatemala, Paraguay, Colombia, Haití, y la desaparición de otra en Perú.

En una resolución de la SIP, la organización registró que desde su Asamblea General de octubre de 2019 a la fecha tres periodistas fueron ultimados en México, dos en Honduras, y uno en cada uno de estos países, Guatemala, Paraguay, Colombia y Haití. Todos los casos están relacionados al ejercicio del periodismo.

La SIP también denunció la impunidad en Colombia debido a que siete casos de asesinatos prescribieron y otros cinco podrían prescribir antes de fin de año.

En este semestre fueron asesinados María Elena Ferral, Fidel Ávila Gómez y Álvaro Ruiz en México; José Arita y Buenaventura Calderón en Honduras, Javier Córdoba en Colombia, Bryan Leonel Guerra en Guatemala, Néhémie Joseph en Haití y Lourenço "Leo" Veras en Paraguay. La periodista peruana Daysi Mina Huamán continúa desaparecida desde el 26 de enero.

La SIP reiteró que la denuncia oportuna es uno de los principales antídotos para contrarrestar la violencia y la impunidad.

La SIP es una entidad sin fines de lucro dedicada a la defensa y promoción de la libertad de prensa y de expresión en las Américas. Está compuesta por más de 1.300 publicaciones del hemisferio occidental y tiene sede en Miami, Florida, Estados Unidos.

VENEZUELA: LIBERAN A PERIODISTA POR INFORMAR SOBRE EL CORONAVIRUS

El periodista Darvison Rojas de Venezuela que fue detenido por sus publicaciones en Twitter sobre el nuevo coronavirus fue excarcelado, informó el propio reportero y el Sindicato Nacional de Trabajadores de la Prensa (SNTP).

“Es liberado con medidas cautelares el periodista Darvinson Rojas, detenido injustamente hace 12 días por informar sobre el (nuevo) coronavirus”, indicó el SNTP en sus redes sociales. Rojas, a quien se le imputaron los cargos de “instigación al odio” e “instigación pública”, de acuerdo a la ONG Espacio Público dedicada a defender el derecho a la información, grabó un video en el que confirmó su excarcelación.

“Ya estoy en casa, ya estoy en libertad, por fin salió la boleta de excarcelación luego de cumplir con los requisitos que pidió el tribunal que lleva la investigación, se pidieron cuatro fiadores”, dijo el periodista de 25 años. El reportero cuestionó las cifras oficiales del COVID-19 y aseguró que no tiene “ningún tipo de restricción para continuar” con su trabajo.

Rodas dijo que “por ahora voy a estar alejado de las cuentas hasta que consiga recuperar mi número”, pues su celular quedó retenido como parte de la evidencia en el caso.

El pasado 21 de marzo unos 15 funcionarios de las Fuerzas de Acciones Especiales (FAES) lo sacaron de su casa por la presunta publicación de mensajes con información sobre la COVID-19, indicó Espacio Público en su sitio web.

Clases de Periodismo

CORONAVIRUS ALEMANIA: INDUSTRIA DE ARMAMENTOS DEBE FABRICAR MATERIAL SANITARIO

Juan Carlos Barrena, El País, España.- Tras un retroceso alentador de las infecciones de coronavirus en los últimos días, Alemania ha vuelto a registrar un incremento de los casos. El número de fallecidos en las últimas 24 horas fue de 173 personas, frente a las 92 del lunes, mientras los contagios sumaron 3.844 casos, cuando un día antes habían sido 3.677, según informó esta mañana el Instituto Robert Koch, responsable de coordinar la lucha contra la epidemia en Alemania. 

La estadounidense Universidad Johns Hopkins, que lleva la contabilidad mundial de la epidemia de casos de COVID-19, informó a su vez de que Alemania suma ya 103.375 contagios y 1.810 fallecimientos, aunque 36.081 personas ha superado la enfermedad y se consideran curadas.

Pese a las restricciones que conlleva la epidemia de coronavirus en Alemania y el peligro de infección, apenas ha aumentado el miedo de los ciudadanos a sufrir una grave enfermedad, según un sondeo de la aseguradora 'R+V-Versicherung'. 

En comparación con 2019 ese temor solo ha aumentado de manera moderada en seis puntos del 35% al 41% de los encuestados. Se trata del segundo valor más bajo, tras el resultado del pasado año, desde que en 1992 se iniciara esta consulta anual. En la consulta realizada a principios de este mes participaron 1.075 ciudadanos de 16 a 75 años de edad.

La organización ecologista Greenpeace ha propuesto que la industria de armas alemana modifique su producción para contribuir a la lucha entra la epidemia de coronavirus. En vez de armamento podría fabricar material sanitario de necesidad urgente como respiradores o ropa y mascarillas protectoras, exigió la organización internacional. 

«Esta situación de extraordinaria necesidad demanda que los consorcios armamentísticos modifiquen su producción. Debería aprovechar las capacidades de su altamente cualificado personal para producir bienes y servicios que necesitamos urgentemente para luchar contra el coronavirus», dijo Thomas Breuer en nombre de Greenpeace.

Foto: Ciclista con mascarilla atravesando la Puerta de Brandenburg (C) EFE

Un ciclista con mascarilla pasa por la Puerta de Brandenburgo en Berín/EFE

ALEMANIA: EQUIPOS DE FÚTBOL REGRESAN A SUS ENTRENAMIENTOS

Hans-Peter Firbas.- Una de las actividades que tuvo que parar de un momento a otro en el mundo entero fue el fútbol, pasión de multitudes. Los últimos partidos nacionales e internacionales fueron disputados a puertas cerradas, hasta que la situación del virus corona comenzó a brotar con fuerza y contagiar a miles de personas. Alemania, cuarto país en el ranking con el mayor número de infectados no fue la excepción. Sin embargo, desde el primer caso de esta pandemia, el gobierno de Angela Merkel utilizó su balanza para equiparar las libertades de circulación y de trabajo con la emergencia sanitaria.

Merkel realizó sus movimientos con miles de pruebas moleculares, que en estos momentos están situadas en aproximadamente 500,000 por semana y se aumentarán a un millón por cada periodo de siete días. Por este motivo y por la fuerza en el sector salud, el número de fallecidos se encuentra en el rango de 1 a 2% de los alrededor de 105,000 enfermos confirmados.

Aunque las libertades de movimiento y de trabajo permanecen casi en su totalidad respetadas, los jugadores de los diferentes equipos de la Bundesliga tomaron la decisión por cuenta propia de guardar cuarentena para evitar un contagio masivo entre sus colegas. 

Gracias a este cuidado, a partir de ayer, varios equipos de la liga germana ya se encuentran entrenando, pero poco a poco, en grupos separados por horarios y cumpliendo a cabalidad el distanciamiento social.

Con una serie de restricciones en la zona de camerinos y los entrenamientos máximo en parejas, el Borusia de Dortmund, el equipo del capitán Marco Reus, volvió a entrenar, sumándose a otros clubes como el Eintracht Frankfurt, Augsburg, Hoffenheim, Leipzig y Wolfsburg.

Manuel Neuer, el arquero ya leyenda del Bayern de Munich anunció el retorno de su equipo a los entrenamientos. “Ha sido una sensación muy extraña realizar el entrenamiento en grupos reducidos, aunque también estuvo bien volver a ver en persona al resto“.

El único equipo que ha permitido prácticas con más de dos jugadores cercanos ha sido el Schalke 04. Sin embargo, esta estrategia se basa en un máximo de siete peloteros, que entrenen sin contacto físico y manteniendo la distancia de un metro y medio o más con ejercicios de adaptación y concentración.

De esta forma, los equipos de la Bundesliga fueron autorizados a volver a los entrenamientos desde ayer y algunos optaron por dividir a sus futbolistas en pequeños grupos. Luego de casi un mes de para total, las cosas en el fútbol de este país comienzan a dar sus primeros pasos nuevamente. La Liga Alemana de Fútbol señaló que la prohibición seguirá vigente para las divisiones principales al menos hasta el 30 de abril.

Sin embargo, los clubes recibieron el visto bueno para reanudar los entrenamientos y el campeón Bayern Munich decidió dividir a sus jugadores en grupos pequeños para minimizar el riesgo de infección.

"Se están cumpliendo todas las pautas de salud", dijo el club en un comunicado. "Obviamente el entrenamiento está cerrado al público. El FC Bayern está pidiendo a los hinchas que sigan las pautas y que por favor, no vayan al centro de entrenamiento del equipo".

Pese a la reanudación del entrenamiento, la Bundesliga dejó en claro la semana pasada que no se sabía si o cuándo se reanudaría la temporada.

Coronavirus | Bayern Múnich: jugadores volvieron a entrenar juntos ...